Notizen 8

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Vor einigen Tagen, befühlte ich die Gedanken der Lektion 95 aus Ein Kurs in Wundern. Welche lauten:

„Ich bin ein Selbst, vereint mit meinem Schöpfer.“

In einer kurzen Meditation dieser stündlichen Wiederholungslektion, stiegen in mir weitere Gedanken auf, die ein erfrischendes Lachen aus mir hervorbrachten. In mir empfing ich Folgendes:

Ich will glückselig dem Willen Gottes folgen und Freude, Licht und Liebe in mir ausdehnen. Still in Ihm ruhen, wann immer ich mag. Alles andere, was man noch so ausgeben könnte, erweist sich letztendlich stets als bedeutungslos.

Eine Stunde zuvor, fiel mir zufällig das Wort „Glückseligkeit“ in den Blick, und ich blieb einen Moment lang daran hängen. Spielte im Geiste damit, las langsam vor mich hinsprechend den Gedanken einige Male und fühlte nur wenig später tatsächlich, wie ich über das ganze Gesicht strahlte und mir im Nacken wohlig warm ward. Das war sehr schön und angenehm.

Wiederholt wurde mir bewusst, dass jeder Gedanke eine Wirkung zeugt, man dieser jedoch nur gewahr sein kann, wenn man dem Gedanken auch den Raum zur dessen ganzer Entfaltung in sich Selbst einräumt. Wenn man diesen Gedanken sozusagen in sich liebt, also offen und frei von Vorurteil oder Erwartungshaltung in sich erlebt. Jenes schnelle Denken können, auf das ich einst so stolz war, erweist sich mir nun im Erfahrungssalat, doch oftmals als Rück- und gar nicht als Fortschritt. Maschinen können ja offenbar sehr, sehr schnell denken und fühlen dabei gar nichts. Hier schüttelt es mich kurz, und ich bin hoch erfreut und dankbar für das Erkennen dieser Merkwürdigkeit.

Jetzt erinnere mich noch daran, dass in all jenen Momenten, in denen ich mich vollkommen an das, was ich tat, hingegeben hatte, da kaum jemals schnelle Gedanken waren. Eher kamen diese tropfenweise, wobei jeder einzelne von diesen ein ganzes Meer an Licht, Erkenntnis oder auch Frieden beinhaltete. Manchmal jedoch auch einen schnellen Gedankenstrom auslößte, der Zusammenhänge bildhaft darstellte. Doch das hab ich nie gedacht, es fiel einfach so – in mein Gewahrsein dessen, was ich bin, ebenso wie du. Ein Selbst, (in Stille fühlbar beständig) vereint mit dem Schöpfer von allem, was Ist.

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