Bewegungen

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Ein Mensch kann sein Leben nicht stapeln, es soll und darf tatsächlich gelebt werden, wenn man letztendlich mit Freude und Dankbarkeit zurückblicken mag. Deshalb räume ich den Schreibtisch blank, das Haus auf und gebe somit Klarheit und Raum für alles – was schon lange ansteht, um Einlaß in mein Leben zu finden. Dieses Absortieren und Loslassen wird wohl mehrere Tage ausfüllen, beziehungsweise in Anspruch nehmen, und zaglos will ich mutig aufklären, was in seiner Ordnung noch nicht einladend erscheint.

Vorstehendes findet im Verborgenen statt, jedoch das Folgende kann als lesbare Anregung für das Gründen von Freuden und das Entlarven von Verzichtbarem – im eigenen Leben genutzt werden.

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(*)> Wie viele andere Menschen ebenfalls, bin auch ich seit vielen Jahren auf einem Weg daheim, von dem weder meine Eltern, noch ein anderer Mensch innerhalb der Familie – zuvor jemals Kenntnis nahmen, beziehungsweise überhaupt gewusst haben. Es ist der Weg des Menschen – in und durch sich selbst – hinstrebend zu einem ersehnten Zustand, welchen ich hier mit Allumfassend Geliebtes Leben benenne. Dieser Weg entfaltet sich aus dem Innersten. Der Mensch, welcher diesen Weg wählt, bekommt im Fortschreiten auch jede Erklärung, die er benötigt, um dankbar lebendig zu sein.

Dabei handelt es sich nicht um ein Traumgebilde, sondern tatsächlich um das wirkliche Erfahren von Möglichkeiten, die ich mir als Mensch aufgrund meiner Herkunft und Bildung – gar nicht hätte erträumen können. Denn die Träume, also meine Wunschträume – waren fast ausschließlich mit jenen Idealen bestückt – die mir die Welt als erstrebenswert darbot. Darunter waren auch Wünsche, deren Erfüllung bedeutet hätte, sich über die Masse aus eigener Kraft empor zu heben. Diese Wünsche habe ich vor einem Jahr entlassen, da mir intensiv fühlbar wurde, dass das Wirken mittendrin – weitaus ertragreicher ist – als das Leuchten über einem kleinen Teil. Diese Aufgabe haben ja im All auch bereits Sonne und Mond inne, und nach meinem Ermessen, fluten diese wahrhaft die Erde mit Licht – bei Tag und Nacht. Kein Mensch, den ich kenne – könnte diese Aufgabe mal kurz übernehmen und derart zuverlässig ausfüllen. Dabei vergesse man nicht, sowohl Sonne als auch Mond – sind immer anwesend. Zwar verdecken manchmal die Wolken deren direkten Anblick, dennoch sind beide stets präsent und wirken ohne Unterlass für die Erde und alles Leben darauf und darin. Das kann ein Mensch auch tun, natürlich in seiner ganz speziellen Art.

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Man frage sich an jedem heiteren Tag …

Womit will ich jetzt und künftig, die mich umgebende Welt bereichern?

… und wenn es nur ein Gedanke ist, den ich an diesem Tag – in mir fühlend und nicht nur flüchtig – wiederholt bedenke. Dies wird eine Veränderung mit sich bringen, weil ich es bin – der dies bewusst in sich anstößt.

An anscheinend trüben Tagen, denke man am Besten gar nichts und werde dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zeuge des Unvermeidlichen. Denn gibt der Mensch in sich – dem Leben keine trübe Richtung vor, kann das Licht in ihm ungehindert aufsteigen und sich unausweichlich sanft, heiter bis lachend anhängig machen. Kein Mensch kann tatsächlich sein Glück schmieden, doch dieses ersehnen, bedenken, vorfühlen, auf sich zukommen lassen und empfangen, dies ist sehr wohl möglich.

Möge es wundersame Gefühle regnen, die alles stillen und aufklären, was noch im Nebel liegt.

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