Himmlische Ordnung

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Die wahrhafte Arbeit im Untergrund ist selten ein öffentliches Ereignis. Wenn man beginnt, in und um sich selbst – alle Rattenschwänze aus der Vergangenheit aufzulösen, besteht stets zeitgleich die Möglichkeit, dass das Leben dem Vorhaben in unberechenbarer Art und Weise entgegenkommt, beziehungsweise zauberhaft am wohlen Gelingen mitwirkt. Der Rückblick im eigenen Leben rückt Beispiele ins Licht.

Warum auch nicht?

Das Leben liebt die Ordnung, und zwar in allen Bereichen und Formen, denn genau auf dieser Ordnung beruht jedes Erscheinungsbild. Natürlich ist hier nicht jene Ordnung gemeint, die in den von Menschen gemachten Lehr- und Gesetzesbüchern geschrieben steht. Es handelt sich keinesfalls um eine verordnete Ordnung, sondern vielmehr um ein Geschenk, das jedem Wesen nützliche Basis ist. Während dem noch Einfachen im Geist – das Geschenk vollkommen zugute kommt, passiert dies dem ausgezeichneten Genies meist erst in späteren Jahren, denn das Geschenk braucht nicht erdacht werden, vielmehr nur angenommen – es ist schon da und dies von Beginn an. Ohne dieses Geschenk einer himmlischen Ordnung, gäbe es nirgendwo einen Beginn.

Das Leben strömt wahrlich nach einer fühlbar himmlischen Ordnungsmacht, die nur geblickt werden kann, wenn ein Mensch alle seine Sinne nutzt, um seine Eigenheiten zu erkennen und dies in jeder scheinbaren Unordnung, die ihn umgibt oder sonst wie mit seinem Leben kollidiert.

Wie immer beginnen ich und man, bei den leichten und kleinen Dingen mit der Ordnungstat. Schritt für Schritt und Tag für Tag. Man kennt das Ziel, braucht also keine weite Ausschau halten, denn wahrlich steht man irgendwann mittendrin, so gar nicht erschöpft und auch noch maßlos überrascht – über das tatsächliche Schrittmaß.

Und nur deshalb, da es so einfach ist und im wahrsten Sinne des Wortes offensichtlich, weigert sich der Verstand im Menschen es zu überprüfen. Er will keinen Testlauf machen, über dessen Ergebnis er unsicher ist. Damit kann er nämlich nicht angegeben und hat kaum dazu beigetragen. Schritt für Schritt war auf dem Weg klar und kaum diskussionsträchtig. Man ging eben Schritt für Schritt auf ein Ziel zu und kam ohne Anstrengung dort an. Es gab weder Grund zum Eilen, zum Klagen noch zum Rühmen, weil es nichts Besonderes war. Nein, so geht das keineswegs, der Verstand braucht Probleme, um auf Touren zu bleiben und einzugreifen, wenn die Dinge und Begegnungen verräterisch glatt ablaufen. Stets will seine Neugier wissen, was man mit dem Geschenk alles machen kann, dabei sieht er es nicht einmal an, sucht überall und nirgendwo das Unfassbare. Doch wahrlich ist es da, direkt vor meiner Nase und auch in dieser, um möglichst genau zu sein.

Ganz heiter im Jetzt strömend, kann ich, der Mensch, allerdings das Erkannte nutzen, welches mir fühlbar wurde und der Verstand nicht erklären kann. Dann wird dieser stetig stiller, kommt nun mit Zurückhaltung wieder und scheint mir dadurch wahrlich hilfreicher als zuvor jemals denkbar schien.

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