Nachklang einer Reise

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Grad bin ich zurück von einer Reise nach Mitteldeutschland, die sich als außerordentlich lehrreich erwies. Immer wieder kam ich in Situationen, in denen es mir gar nicht so leicht fiel, die Meinung des Anderen widerspruchslos zu akzeptieren. Doch die Vernunft setzte sich beständig wieder durch. Durchdrang meinen Geist schließlich vollkommen und das Loslassen, beziehungsweise Sein lassen – erschien mir dann ganz einfach und auch am Natürlichsten. Jedes Mal wurde ich danach mit Frieden im Innersten belohnt, fühlte mich beschenkt und nachwievor auf dem rechten Kurs. Also jenem Kurs, der mir all die Wunder in Erinnerung ruft, welche meinen Weg im Vergangenen und dies sogar in der dunkelsten Nacht – liebsam beleuchteten.

Und heute Morgen fiel mir schon wieder eine überraschend schöne Lektion zu. Fast kam es mir wie eine Lernkontrolle vor. Da ging etwas im Hause vor sich, was mir so gar nicht gefiel. Anfänglich wehrte ich noch ab, was sich da so tat, doch wurde ich immer wieder überstimmt. Schon beinahe verzweifelt, ob meiner Hilflosigkeit, die Sinnlosigkeit des angedachten Unternehmens zu vermitteln, erinnerte ich mich an das Lehrreiche der Reise und unterließ jegliche weitere Einmischung in das gutmeinende Geschehen. Zwei Stunden später hatte sich alles – ohne mein Zutun – in Wohlgefallen aufgelöst. Grad so, also wäre überhaupt nichts gewesen, und erneut konnte ich einsehen, dass das Einmischen sich tatsächlich nicht lohnt, denn früher oder später geht wahrlich alles ganz einfach vorüber. Und das Leben ist wieder sanftmütig schön sowie der reine Aufenthalt im Jetzt – der beste Ort in der Welt.

Jetzt bin ich voller Freude und wahrlich gern, teile ich diese hier mit dir.

Freude, Freude, Freude.

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