Der Lotse im Meer

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Wann ist ein Abenteuer zu Ende? Untrüglich stets dann, wenn das nächste Abenteuer es kaum erwarten kann, dich und mich als Passagiere an Bord zu nehmen. Dazwischen liegt ein Flur aus Nichts. Dieser reicht soweit, bis alles fühlbar im Menschen aufgeklärt ist, was das neu anliegende Abenteuer noch verschleiern und verdunkeln könnte. Wäre doch auch widersinnig, wenn man immer nur schwarz-weiß sieht, Wiederholungen aufwärmt oder lediglich einen Ausschnitt wahrnimmt, da das ganze Bild nicht – in das bisher Gewohnte passt.

Unermüdlich hilfreich beim Halten des passenden Schrittes, soweit es dabei überhaupt noch einer Erinnerung bedarf, kann das Verinnerlichen der nachfolgenden Gedanken sein.

 

„Gib alle anderen Welten auf,
bis auf jene, in die du gehörst.“*

 

Welche ist die Welt, in die ein Mensch gehört? Selbstverständlich der ganze Mensch, nicht nur ein Auge oder Ohr von ihm.  Ist es die Welt im Fernsehen, die Welt seiner Idole, ist es die Welt des Dschungels, des Chefs oder Nachbarn? Oder ist die Welt, in die ein Mensch gehört – wahrlich nur jene, in der er tatsächlich atmet, in der er hören kann, unmittelbar fühlen, sehen und antworten, dies selbstverständlich in jedem Moment und bis zum Schluss? Also – die ihn umhüllende und umströmende Welt, welche allein mit ihm natürlich Schritt hält, beim Menschen bleibt, wie sonst nichts.

Kannst du es fühlen, gar unmittelbar aussprechen, welche ist die Welt – in die du gehörst?

 

 

* Das Zitat stammt aus dem Gedicht „Sweet Darkness“, welches ein Mann namens David Whyte schrieb. Veröffentlicht wurde es in The House of Belonging (Many Rivers Press, Langley, Wash. 1997)