Warum ist der Mensch?

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Das Leben braucht mich nicht, es will mich, sonst wäre ich nicht hier.
Der Mensch neben mir – braucht mich nicht, ich wünschte seine Nähe, sonst wäre er nicht hier.

Der Atem braucht mich nicht, er teilt sich durch mich – mit dem Wasser das Licht, sonst sähe ich dich und mich gar nicht. Die Natur braucht mich nicht, dennoch gibt sie mir alles, auch ohne mein Zutun. Es scheint fast so, dass die Natur den Menschen liebt.

Das Leben braucht mich nicht, es will mich, alles – was ich bin. Es will wohl mit mir teilen und fühlen die Einzigartigkeit, welche das Ich bin in meinem Leben offenbart.

… und fließt dann meine Freude in das Leben ein, die Freude aus Dankbarkeit, dafür, dass ich wahrhaft lebendig bin, dann bin ich all das – was das Leben gab, und ich werde still, weil mein Herz nur diese Freude fühlen will.

Jetzt ist Klarheit in mir, ich bin einfach hier, um selbst zu erfahren, wie schön er ist – der Blick in die Sterne, wie warm es ist, wenn die Sonne kitzelt mein Gesicht, und wie sanft es sein kann, wenn ein Mensch in der Dunkelheit meine Hand berührt und diese hält, bis zum Ende der Welt und darüber hinaus – im Licht.

So bin ich wohl hier damit das Leben alles durch mich gestalten kann, was einst mein Herz, mein Wünschen und mein Geist in den ewigen Strom des Lebens – haben hineingetan, gedacht, gelacht und ersehnt. All jenes – wird mir nun gebracht. Damit ich dies fühle und erkenne, genau deshalb bin ich hier und jetzt lebendig.

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