Forschung im Feld

Man bekommt, was man gibt

Das Wort gibt Klarheit und Auskunft, über Sinn und Bedeutung des geordneten Klangs und Widerhalls. Wenn ich Liebe gebe, wird diese Liebe mich stets wiederfinden. Wenn ich Geld gebe, kommt dies zu mir zurück. Doch, wenn ich mit Liebe Geld gebe, was kommt dann? Ist es wahr, dass man bekommt, was man gibt, dann lässt sich dies im Selbstversuch leicht überprüfen.

Randnotiz:

Liebe geben, ist kein Kaufen. So, wie Geld geben, nicht bezahlen heißt und der Tausch zum Handel gehört.

… und …

Was habe ich heute gegeben?

Ich gab Achtsamkeit in mein Inneres.
Ich gab Lebenszeit und Kraft, um Andere zu erfreuen und zu entlasten.
Ich gab Liebe in Gedanken und Situationen, die ich nicht verändern kann.
Ich gab den Vögeln im Garten Futter, den Nachbarn freundliche Gedanken,
Worte sowie den Hunden ein Streicheln.

Ich gab der Stille Raum.
Ich teilte mit dem Liebsten Empfindungen.
Ich gab der Schönheit frischen Glanz, als ich den Staub der Tage von ihr wischte.
Ich gab der Hoffnung einen Platz in meinem Herzen,
als mein Gemüt überraschend tief in einen dunklen Keller stieg.

Ich gab Dank, Tränen und Freude – während der Sonne Abschiedsgruß,
mit all seiner Schönheit mein Herz ergriff.
Ich gab mir die Zeit, um zu sein und
ich gab mir Licht, während ich dies schrieb.

Alles, was ich mir selbst gebe, gebe ich auch dem Nächsten. Wenn Liebe und Freude überfließen, kann man diese sowieso nicht mehr in sich halten. Jeder kann sich dann davon nehmen, so viel er will und kann.

***

Im Keller gefunden und gleich wieder losgelassen …

Kennst du das Gefühl, dem Anderen nie genug zurückzugeben, immer etwas schuldig zu bleiben? Oder, das einfache Leben, nicht wert zu sein, denn nur die Anstrengung bedeutet für dich Wert?

Was mit Leichtigkeit getan wird und nicht versilberbar ist – erscheint dementsprechend wertlos. Wenn jedoch das Schweigen Gold ist, braucht man gar nichts weiter tun, als solange zu schweigen, bis das Gold das Leben versilbert. Dies ist mir eine Erprobung wert. Denn so, wie ich einst durch das Schweigen ein Ziel erreichte, das mir sehr am Herzen lag, könnte sich mir auch das Leben, das Göttliche, das absolut Geniale als gnädig offenbaren, wenn dem zuletzt gedachten Wunsch nun ein Schweigen folgt. Keine Nachfrage, keine Erinnerung, kein Drängeln, weiteres Bitten und Jammern, nur Schweigen im innen und soweit möglich, auch im Umfeld.

Wenn ich Schweigen gebe und dies als Gold zählt, was werd‘ ich dann bekommen? Ich werde es erkennen und bin achtsam am Tag sowie im Traum. Das Schweigen beginnt jetzt – bis zu den ersten Anzeichen, dass es etwas in Bewegung bringt, das all meinen Gedanken, Worten und Taten bisher – stur widerstand.