Das Alles im Nichts

von Luxus Lazarz

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Nichts ist so vergänglich wie die Welt mit ihrer Wut, ihrem Hass und all ihren Schrecken, die sie uns mit allen Mitteln als das wahre Leben verkauft. Doch die Welt hat gar kein eigenes Leben. Um all das Grausame auszudrücken, benutzt sie stets das reine Leben in uns, in dir und mir. Die Welt ist offensichtlich eine Bühne, auf der kein einziges Theaterstück gespielt werden kann, wenn sich nicht einer bis gar alle dazu bereit erklären, der einen und auch anderen wahnsinnigen Rolle ihr Leben zu spenden.

Niemand tut dies wissentlich. Offenkundig handelt es sich dabei um ein ähnliches Phänomen, wie in der Sage vom Rattenfänger in Hameln. Was uns als Kinder noch anziehend erschien, nämlich der Melodie der Welt zu folgen, wird nun nicht mehr durch unschuldige Augen gesehen. Die Welt wird zum Schatten der eigenen Ängste und wie ein Gespenst lauert sie dem Anschein nach vielerorts.

Einzig im Licht der inneren Stille betrachtet, löst sich das Gespenst im Geiste auf. Wo man auch ist, solange man sich nicht an das Eine erinnert, kann man die Rolle nicht kündigen. Denn man weiß ja gar nicht, dass es eine unschätzbare Hilfe gibt, die nur darauf wartet, in Anspruch genommen zu werden. Eine Hilfe, der man vorbehaltlos vertrauen kann, weil sie eben nicht von dieser Welt stammt. Denn diese Hilfe drückt sich anders aus, als die Welt zu geben fähig ist.

Es sind Gnade, Güte und nicht erdenkbare Wunder, welche die Hilfe anbietet. Man kann sie Gott nennen, Liebe, Alleinheit oder auch einfach Geliebtes, sie ist hier und jetzt für alle da, stellt keine Bedingungen und macht keinen Unterschied zwischen dir und mir und allen Menschen, die sich auf der Welt verlaufen haben.

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