Ohne Halt im Traum
von Luxus Lazarz
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Seit Jahren vermittelt mir der Kurs in Wundern beharrlich den Gedanken, dass es keine Vergangenheit (mehr) gibt. Das Mehr also, das es die Vergangenheit eben nicht mehr gibt, kann man nach gründlicher Beleuchtung sehr wohl akzeptieren. Dies nicht als Fakt, sondern als eine wahrhaft gegebene Tatsache. Zwar kann ich geistig im Gestern verweilen, doch rein physisch ist das Gestern im Heute niemals vollkommen wiederholbar. Und selbst der trainierteste Verstand hätte höchstwahrscheinlich dabei Schwierigkeiten, sich an wirklich jedes Detail aus dem Gestern wahrhaft zu erinnern. Was ja auch letztendlich keinen Sinn ergibt, da man nur jetzt lebt und das Gestern nicht mehr ist. Manchmal kann ich mich nicht einmal mehr daran erinnern, was ich vor einer Stunde dachte oder tat.
So kann ich von einem Gestern nur träumen, ebenso wie von einem Morgen. Mir sozusagen zusammenreimen, wie das Vergangene gewesen und das Morgen sein könnte. Was beides jedoch keinesfalls wirklich macht, da man aus jedem Traum wieder und wieder im Jetzt erwacht. Hier und Jetzt ist das Gestern stets vorbei und das Morgen noch nicht da. Als Wirklichkeit erleben kann ich also lediglich das Jetzt. Dies frisch im Geiste und unberührt von all dem, was jemals war und kommt. Und nie wird es anders sein im Jetzt.
Warum sollte ich dementsprechend nicht anerkennen, dass ich dem Jetzt niemals nachhaltig entkommen kann? Und ebenfalls anerkennen, dass ich im Jetzt stets sicher bin, da alle Zweifel darin einzig von mir aus dem Vergangenen entnommen wurden oder aus dem noch nicht und niemals greifbar existenten Zukünftigen stammen. Allein in das Jetzt ist mein Leben mit Liebe eingewoben.
Und selbstverständlich wäre es auch hochgradig wahnsinnig, mich weiter gegen diese Liebe zu wehren. Was ich ja jedes Mal tat und tue, wenn ich dem Jetzt im Geiste entfliehe. Nur hier und jetzt kann ich mich in der Liebe halten, was mich wahrlich weder Mühe noch sonst etwas kostet. Mein Gott, was bin ich dankbar, dass ich in diesem Augenblick lebendig bin. Wahrlich nichts erscheint mir schlimm darin, in diesem Moment, der mich vollständig nur und ewig jetzt umgibt.
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man kannnicht in deselben Fluss zwei-mehr-mal hineintreten … ganz einfach und bedeutungsschwer zugleich … luise … alle Klarheit IST LIEBE
Freudvoll nickt der Geist durch mich
zu deinen Worten, geliebte Luise 🙂
und strahlt Glück aus, dass es so ist.
Fühlbare Grüßlis
Luxus
Liebe Luxus,
der Mensch rechnet in Stunden, Jahre und Zeitalter. Die Quintessenz, die uns daraus ausmacht, ist in uns, also auch die ferne Vergangenheit, die uns prägte. Meiner Meinung nach gibt es mehrere Leben, die wir zur Entwicklung durchlaufen. Manche sind so sehr in die Materie vertieft, dass der Geist in ihnen nur ein winziges Flackern ist, so klein, dass er praktisch kein Licht erzeugt. Aber er ist da. Wenn er bereit ist, dann kann er erweckt werden. Meist bedarf es dazu eines Schmelztiegels des Leidens, der die geistigen Realitäten bewusst werden lässt. Die Vergangenheit ist wichtig, um Fehler sichtbar und be-greifbar zu machen. Deshalb sollte man sie nicht vergessen oder verdrängen. Doch, um es mit den Worten Schillers zu sagen: „Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.“
Herzliche Grüße und einen schönen Tag wünscht Gisela
Wie erfreulich, dass du hier wieder deine Sicht des geheimnisvollen Lebens mitgeteilt hast. Dankeschön, geliebte Gisela. Ja, es ist wahr, wenn man die Vergangenheit reflektiert, kann ich so manchen Irrtum im eigenen Verhalten entdecken und das Missverständnis im Geiste auflösen. Was allemal befreiend in einem selbst wirkt und dementsprechend auch in Folge, der Umwelt zugute kommt. Das finde ich wunderbar. Darüber hinaus glaube ich daran, dass die Vergangenheit irgendwann abgearbeitet sein kann und dann wahrhaft im Jetzt keine Rolle mehr spielt. Das ist halt so mein Ding, an dem ich mit Begeisterung dran bleibe, da es mir Freude bereitet und stetig wieder neue Erkenntnis bringt. Das Jetzt kann man einfach nicht rechnen oder berechnen, was mich unbeschreiblich fasziniert. Es hält sich an keine Zeit, wenn ich es nicht vorab in diese einordne. Und letztendlich passieren ja auch alle Wunder nur im Jetzt. Was man allerdings, wie du so trefflich beschreibst, auch des Öfteren erst im Rückblick erkennen kann.
Hier liegt noch ein fühlbares Dankeschön und ebenfalls herzliche Grüße dazu. 🙂 Möge der Rest des Tages für dich schön und inspirierend sein, und alle noch folgenden auch. 💞 Luxus