Ein Wunder, was ist das?

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Wenn du jetzt hier weiter liest, können in dir vielerlei Gedanken und Bilder aufsteigen, welche dich an alle Wunder in deinem Leben erinnern werden, die du noch gar nicht wirklich verinnerlicht hast. Gib dich diesen Gedanken einfach hin, befühle und beleuchte sie von allen Seiten. Sich mit Wundern vertraut zu machen, kann lediglich dem Besten dienen, in dir und mir und unserer Welt.

Was haben diese Wunder in dir geheilt? Kannst du es in dir sehen, fühlen, hören?

Erkenne ebenfalls, dass ich dir hier nichts vorkaue, sondern lediglich deinen und meinen Appetit anrege, das Graue in unseren Zellen in Weisheit zu verstoffwechseln. Was wiederum zu mehr Appetit auf mehr Leben führt, mehr von dem – was das EINE für uns erdachte, bevor wie Einspruch erhoben und Widerstand leisteten, womit der Kampf in dir und mir begann – ein aussichtsloser Kampf gegen die „Unerträgliche Leichtigkeit des Seins“[1].

Doch nun direkt weiter zum Wunderkurs, denn meine Begeisterung fließt über und deshalb will sich einfach hier mit dir teilen.

Das Kapitel 1 im  Ein Kurs in Wundern*    ist eröffnet und klärt wie folgt auf …

Was Wunder sind und bedeuten

 

In Teil I. dieses Kapitels werden ganze 50 Grundsätze aufgeführt, die für Wunder Geltung haben und sich zum Beispiel wie folgt zusammenfassen lassen.

Im 1. Grundsatz wird der Lernende darauf hingewiesen, dass alle Wunder ein gleiches Ausmaß beinhalten, es somit keine großen oder kleinen Wunder gibt, da ein Wunder eben ein Wunder ist, mit all dessen Folgeerscheinungen. Dies anzuerkennen, stellt – laut Kursauskunft – eine stabile Basis für das Verständnis von allem Folgenden dar.

Alle Wunder sind gleichrangig. Jedes Wunder an und für sich ist ein Ereignis, das mir in Liebe zufällt, meine Sicht der Welt erweitert und dauerhaft verändert. Wunder scheinen mir Rätsel aufzugeben, doch nur der Verstand, das harte und belehrte Ich in mir, sucht nach einer Erklärung für das Geschehen, beziehungsweise nach einer plausiblen Rechtfertigung für das ihm Unerklärliche. Manchmal denkt man sogar, dass man eine Erklärung gefunden hätte, doch das ist stets ein Irrtum, wenn die Erklärung nicht in der Erkenntnis mündet, dass das Wunder ein gewöhnlicher und unvorhersehbarer Zufall des Ausdrucks der allumfassenden Liebe Gottes für seine EINE Schöpfung ist.

Das Wunder ist eine – SEINE – Form der Anerkennung und gleichfalls Hinweis darauf, dass du geliebt bist, gleichgültig ob du dich selbst als liebenswert ansiehst oder auch nicht.

Darüber hinaus wird in Teil I. angeregt, die Wunder im Leben als etwas ganz Gewöhnliches anzuerkennen, also als etwas, woran man sich frohen Herzens gewöhnen kann, sodass alles Dafür und Dagegen in der Stille verschwindet und das Leben wundersam wirkt und auch nachhaltig so bleibt.

Sogar der Nutzen eines Wunders ist ebenfalls stets ein und derselbe. Es dient der Heilung, also deiner und meiner Heilung vom Irrtum jeglicher Gedanken, die trennende Absichten haben. Jedes Wunder öffnet dich für die alles verändernde Einsicht, dass die einzig beständige Wahrheit stets jenseits deiner Bemühungen der Wahrnehmung liegt. Da die Wahrnehmung des Einzelnen lediglich einen winzigen Teil, beziehungsweise nur ein Detail aus dem unfassbar gigantischen Gesamtbild erfassen kann, sprichwörtlich kucken lässt.

Jedes Wunder macht dem Menschen bewusster, dass er eigentlich gar nichts wirklich weiß, und dennoch in liebevollen Händen ist, die ihn stets zum rechten Zeitpunkt – zum Beispiel auch mittels eine Wunders – von seiner Vergangenheit befreien werden und neue Aussichten eröffnen. Im Kurs wird dies im 13. Grundsatz für Wunder beschrieben und es liest sich wie ein tiefer Atemzug in den Geist, bläst frischen Wind durch altes Gemäuer, sodass uns die rege Tätigkeit im Gehirn spürbar wird. Ein prickelnder Schauer gleitet dabei über den Rücken, erstaunt, berührt und begeistert zugleich, über all diese wohltuende Weisheit, welche in den Worten des Kurses zu finden ist.

Ich bin neugierig auf mehr und genieße die Kreuzfahrt durch die innere Welt, mit all deren Wogen und Wellen.

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Das Vorstehende wird wohl noch fortgesetzt, denn Kapitel 1 des Kurses, der ins Wunderland führt, ist noch lange nicht erschöpft. Wer weiß, ob man überhaupt jemals wirklich darüber hinausgelangen kann, denn was ist Zukunft, wer weiß das schon jetzt? Nur dass Wunder, jederzeit und überall passieren, dessen kann man sich wachsend und mit Wohlbehagen gewiss sein.

Oh, da kommt noch was …

Ein wundervoller Tag sei dir gewünscht,
geliebtes Gotteskind,
wurdest in Liebe der Welt gegeben,
da ist’s ein Mensch geworden
und Gott sah,
es ward vollkommen
im Licht.

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[1] So lautet der Titel eines Buches, welches von dem Schriftsteller Milan Kundera geschrieben wurde. Der Titel sagt viel aus und trifft direkt den Schatten im Kleinhirn. Die Erzählung ist ein Hinweis auf jenes im Menschen, was ihm Langweile einredet, Erfüllung vorgaukelt und ihn verletzbar macht.