Empfehlung des Tages 13

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Lektion 294 – „Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.“*

An dem Tag, als ich diese Lektion lernte, erschütterte mich jedes erneute Denken und Lesen dieser Leit-Gedanken. Dabei war es die ganze Zeit zuvor, ja bereits im Raum sichtbar. Ein Beet oder auch Feld kann mit allem bestellt werden, was es an Samen gibt. Die Ernte bringt, was gesät wurde. Bin ich der lebendige Geist im Menschen, sind  dessen Körper sowie Umgebung mein Feld. Die Gedanken und Gefühle in mir bilden die Samen, welche die Gestaltung und Entwicklung des menschlichen Körpers und auch des Lebens in seiner Gänze anregen. Das Feld ist neutral. Es lehnt nichts ab und kann wiederholt neu besät werden.

Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.

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Laut Auskunft der Wikipedia stammt der Wortsinn des Neutralen vom lateinischen Begriff  ne-utrum ab, was wiederum keines von beiden bedeuten soll. Als inhaltliche Beispiele werden hier noch die Gedanken: Unparteiisch, geschlechtslos, ungeladen, ausgewogen – angeführt. Neutral sein hat, wie im Worte anklingend, also gar nichts mit dem Neuen zu tun, sondern mit dem, was sich nicht festlegen läßt oder dem derweil Bekannten, nicht astrein zugeordnet werden kann. Ein Mensch, der weder trennend noch spaltend denkt, braucht keine Angst vor einer Sache zu haben, weil er dieser nichts Furcheinflößendes vorab angedichtet hat und auch nicht derart ernst nimmt, dass er diese Sache verteidigen würde. So schützt ihn seine Neutralität von Innen her, und zwar vor seinen eigenen gedanklichen Übergriffen, die ihm das Umfeld sonst spiegeln müsste.

Was hier selbstverständlich im Zusammenhang, mit dem ne-utralen Ding, also dem Körper, sofort ins Auge fällt, ist das geschlechtslos. Der Körper ist tatsächlich ein Ne-utrum für den reinen Geist. Bis man den kleinen Unterschied entdeckt, war er dies für das Kind in uns auch. Doch man könnte auch Folgendes erinnern, in wie vielen Momenten des Tages – denkt man im Allgemeinen schon daran, dass man eine Frau oder ein Mann oder etwas Anderes ist? Die überwiegende Zeit tut man doch mit dem Körper, was halt so zu tun ist, und wohl jeder – gleichgültig welchen Geschlechts – tun kann. Zum Beispiel denken, sich bewegen, träumen, arbeiten, einkaufen, schlafen, im Garten wühlen und vieles mehr. Währenddessen pflegt man auch keinerlei Ängste, sein Geschlecht zu verlieren. Dieses ist bei vielerlei Gelegenheit einfach nur bedeutungslos, zumindest in den überwiegenden Momenten unseres Lebens. Es sei denn, man rückt es, also das eigene Geschlecht, in den Vordergrund des Denkens und macht dann eine (endlose) Geschichte, mit allem Zubehör und Wiederholungscharakter daraus. Wem es gefällt, warum auch nicht… Nie zuvor war dies so leicht – wie jetzt.

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Nun an dieser Stelle, will ich mich jetzt für den Gedanken öffnen, dass mein Körper von Hause aus, ein ganz und gar ne-utrales Ding ist. Ich kann also beides sein, weiblich geformt, fürsorglich und gleichfalls klar denken und Zupacken, wenn Hilfe nach Männer-Art gebraucht wird. Ich trag Hosen, ich trag Röcke, letztere zwar eher selten, doch es kommt vor. Meine Haare sind halblang, die von Männern manchmal ebenfalls. Als ich erst 18 Jahre alt war, habe ich sogar einmal darüber nachgedacht, ob ich als Mann mehr Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten hätte. Gott sei Dank, gab es damals die Möglichkeit noch nicht, sich derart umzuorientieren, wie es heutzutage machbar ist. Und ich konnte das Leben erfahren, welches mir nach Gottes Plan zufiel.

Der Rückblick zeigte, alle Schwierigkeiten hatte ich mir selbst in Gedanken gegriffen, bezeugt und auch beschafft. Hab Diese zu den Meinen gemacht, mittels Bedenken, Befühlens, Erahnens. Gott weckte mich aus einem Traum, in dem ich auf das Fehler machen und suchen programmiert war. Der Traum kam nicht von Gott, es war meine festgefahrene Sicht von Welt und Wirklichkeit.

Alles, was Gott mir in die Wiege legte und auch alles, was im Laufe der Jahre aufgrund Seines untrüglichen Weitblicks und der Ihm innewohnenden Güte in mein Leben fand, war wundersam passend. Nie wieder habe ich seitdem an der Sinnhaftigkeit, des mir von Gott zugedachten Geschlechts gezweifelt. Das Geschlecht des Menschen an und für sich, kann ja niemals mehr Freude, Sinn oder auch Bürde und Last beinhalten, als man eigenköpfig hineinprojiziert, zumindest aus meiner Sicht. Und um wahrhaft zu lieben, bedarf es gar keines Geschlechts, dazu braucht es lediglich den geschlechtslosen Geist und Sein neutrales Herz.

Das Geschlecht ist selbstverständlich nicht das Einzige, was in einem neutralen Körper keine Rolle spielen kann, weil der Körper es nicht selbst wählt. Ein neutraler Körper kann sich nicht für das Eine oder Andere entscheiden, weil er keinen Willen hat, also keinerlei Entscheidungsbefugnis besitzt. Sonst könnte er, der Körper, ja jedem Hindernis selbst ausweichen und bräuchte gar keinen Geist, um hier lebendig auf Erden zu sein. Der lebendige Geist im Menschenkind ist der Willige und auch derjenige, der die Macht hat. Im Geist wird entschieden, wie der Körper sich fühlen soll, wie dieser aussehen und sich kleiden soll. Der Körper macht so ziemlich alles mit, was der Geist in ihm anordnet. Das ist wahrlich kein Geheimnis. Das weiß der Geist, das wissen der Verstand und das iCh im Menschen ebenfalls.

Und was machen Du und ich nun mit diesem Wissen? Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding, das habe ich noch nicht einmal halb verdaut. Ich lass es still wirken und…

Danke fürs Lesen.

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🙂  * Der einführende Gedanke ist ein Zitat aus der Lektion 294 , welche in „Ein Kurs in Wundern“ zu finden ist.  🙂

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