Gewahrsein

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Wenn man sich dessen gewahr wird, wie viele Gedanken so am Tag durch den Verstand streifen und das Ich im Menschen in fühlbare Zustände kleiden, ist es geradezu verständlich, dass man sich nicht mehr an jeden einzelnen dieser Gedanken erinnert.

Vieles denkt man sowieso nebenbei, während man Anderes dabei gleichzeitig tut. Letztendlich kann man sich weder an das nebenbei Gedachte und desöfteren auch nicht mehr an das nebenbei Getue erinnern. Manchmal denkt und tut man so den ganzen Tag und hat am Ende das Empfinden, gar nichts getan zu haben. Dass man viel dachte, bringt ja keine Punkte und wird kaum in die Rechnung mit eingebracht. Dennoch war es Energie, genauer geschrieben Lebenszeit, aus der Gedanken wurden, an die man sich kaum noch erinnert, wenn man diesen wiederbegegnet, durch Hören und Sehen. Während wiederum jeder mit Offenheit und Achtsamkeit empfangene Eindruck, uns beständig mit dem Unsichtbaren bekannt macht, welches uns stets gerne hält und erstaunlich leicht zufriedenstellt.

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