Die offene Tür

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Der Frieden in dir ist da und bleibt auf ewig dein. Du hast ihn mitgebracht, als du auf die Erde kamst. Viel ist seitdem anscheinend geschehen. Wünsche, Hoffnungen, Meinungen und vor allem Urteile haben sich zwischen dich und den inneren Frieden gedrängt. So wurde die Tür zum Raum des Friedens in dir verdeckt, denn nun lagern vor dieser laute und hungrige Gesellen, die du selbst eingeladen hast, um die Wahrheit auszuschließen. Also um Recht zu behalten, schuldig zu sprechen oder Ähnliches. All dies hat dich jedoch, nicht glücklich gemacht.

Es ist nicht wichtig und bedeutend, immer wieder neuen Menschen zu begegnen, beziehungsweise nach diesen in der Welt zu suchen, in denen du die Erfüllung deiner Träume und Wünsche zu finden hoffst; mit diesen verbindest, was du dir selber anscheinend nicht geben kannst.
Es ist jedoch außerordentlich wichtig, dich mit jedem Menschen, dem du bisher begegnet bist, in deinem Geist zu versöhnen. Dies selbstverständlich insbesondere dann, wenn aus anfänglicher Wertschätzung, beziehungsweise Liebe ein Urteil wurde, welches dich und den Anderen letztendlich als voneinander getrennt wahrnehmen ließ. Jeder Mensch, an dem du in irgendeiner Art und Weise in deinem Leben Anstoß nahmst, wird dir solange in anderer Form und Gestalt wieder begegnen, bis du vergibst. Also über das hinweg siehst, was dich zuvor aus Unwissenheit erregt, geängstigt, verärgert, wütend und auch traurig gemacht hat. Erst dann werden diese Begegnungen enden, beziehungsweise sich wunderbar wandeln. Sodass du dann, ohne jeden Zweifel, im Anderen still den Bruder, die Schwester und somit letztendlich das Kind Gottes wiedererkennst, weil der Andere dir jetzt als Spiegel dient, in dem du dich selbst liebevoll wahrnimmst.

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