Die Welt der Ideen – 14

von Luxus Lazarz

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Stell dir einmal vor, dass Gott derart wie ihn der Einzelne wahrnimmt, eine Idee der Vielen ist. Und genau diese Idee hat dann Jesus Christus vor ca. 2000 Jahren mit neuem Inhalt erfüllt. Davor gab es allgemein ein anderes Bild von Gott. Er wäre strafend, zornig und rachsüchtig, flüsterte man sich allerorts furchtsam zu und glaubte letztendlich sogar daran. Doch dann hat dieser lebendige Gott durch Jesu Christi verlautbaren lassen, dass er das Leben und die Liebe ist. Damit dieser Unsinn vom zornigen und strafenden Gott tatsächlich auf Erden ein Ende habe.
Und der wirklich große Bruder im Geiste von uns allen hat den Auftrag ausgeführt. Vom Himmel her auf die Erde getragen, zu allen Menschen, die hören konnten und wollten. Somit wurde die eine wahre Liebe, die Nächstenliebe, die Vergebung in der Welt verkündet. Einer Welt, in der sich jene Idee, welche den Menschen an und für sich darstellt, derart vom Ganzen innerlich abgetrennt hatte, vereinzelt hatte, dass viele schreckliche Dinge geschehen konnten. Mörderische Strafen waren normaler Bestandteil der menschlichen Tagesordnung. Sogar die Qual des anderen wurde zum Schaustück und gar mancher Lust.

Und nun stell dir mal vor, dass auch eine Idee Ideen haben kann. Man denke einfach an die Idee, die man so vor der tatsächlichen Geburt der eigenen Kinder und auch danach bezüglich dieser hegt. Denn all das, was man liebt, mit dem teilt man das Leben in sich.

So sind auch du und ich eine Idee von Ungezählten auf Erden und in ihm, in Gott, genau wie alles Lebendige, welches Ideen durch sich verwirklichen kann.

Einzig die Liebe, die unvoreingenommene, bedingungslos lichtvolle und wahrhafte Liebe ist keine Idee. Sie ist unerschütterlich das Fundament allen Lebens, ist der eine Stoff, in den man vorübergehend jedes Muster weben kann. Sie hat kein Geschlecht, die Liebe, auch keine für menschliche Augen sichtbare Form und kann in diesem Erkennen alles in allem für uns sein, sobald wir still im Geist verweilen und bereit für das ewig Wahre in uns sind.

 

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