Des Fragens würdig

von Luxus Lazarz

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Wenn ich nun gehe – mit meiner Aufmerksamkeit – nie wieder aus dem Jetzt, was passiert dann, wo komme ich an, und was geschieht dann – mit mir und dir und der Welt?

Denke ich niemals wieder an das Morgen, woher sollten sie dann kommen, die Sorgen im reichen und erfüllten Augenblick des Jetzt? Denke ich niemals wieder an gestern, wo bleiben sie dann, die Vergangenheit und all die Taten vor meiner Zeit, wenn ich ihnen nehme, die Heimat in meinem Geist und entziehe jede Aufmerksamkeit?

Ob ich damit dem Geist die Freiheit gebe, selbst zu bestimmen meine Gene? Denn nur des Menschen Blick, sein Fühlen, sein Dasein sind es doch in der Welt, welches diese zusammenhält und gestaltet im Jetzt. Also in jener einzig realen Wirklichkeit vor, in und nach der Zeit – bis in alle Ewigkeit. Was wohl mit all dem geschieht, wenn der Mensch es nicht mehr hält in seinem Blick – die Armut, den Zweifel, die Not, die Krankheit und den Tod?

Nehme ich meinen Blick und Geist aus der vergangenen Zeit, wird diese verschwinden, sich los von meinem Leben binden, und einzig Licht und Frische bleiben zurück. Deutlich zeigt sich mir, dass nur im Jetzt wächst mein Glück. Was soll es also noch, das Blicken zurück und in mein Leben voraus?

Wenn ich nun gehe – mit meiner Aufmerksamkeit, nie wieder aus dem Jetzt, was erlebe ich dann, wo komme ich an, und was geschieht dann mit mir und dir und der Welt, welcher ein tragender Blick verloren ging?

Etwas passiert und etwas geschieht, was der Mensch nicht sieht, jedoch fühlen kann. Genau so fängt das Erfahren von Liebe an. Erinnerst du dich?

Diese Liebe ist ewig, sie fließt aus dem Inneren des Menschen in das Außen und ist seine Quelle des Lebens. Die er in sich trägt, gleichgültig wohin oder auch wann er weiter geht. Immer folgend dem Licht in sich. Der wache Mensch liebt wahrhaft und wirklich, weil er frei von Bindung ist. Hat in sich gefunden, was für ihn alles ist und ungebunden als Quelle durch seinen Körper fließt. Jenes Eine, das allen lebendigen Wesen stetig Atem schenkt und alles bedingungslos im Leben hält.

In jedem Augenblick seines Lebens – strömt dem Menschen die Liebe immer wieder zu. Als Atem, als Licht, als Gedanke der freudvollen Art. Will empfangen und ausgedrückt werden. Um im Menschen jene Gewissheit neu zu erwecken, dass er ewig geliebt wird und stets sein Wesen durch alles bereichern kann, was er sich geistig gibt und liebevoll handelnd ausführt.

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