Das Eine und Sein Wille

von Luxus Lazarz

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Der Wille Gottes ist unvergänglich und offenbart sich in allem, das lebendig ist. Doch was ist Gottes Wille, wie kann ich diesen erkennen? Dementsprechend wohl im puren Leben, welches mich von Beginn an aus mir unsichtbarer Quelle beständig durchströmt. Gott will, dass ich lebe. Eine Tatsache, die mir gleichfalls ein Wollen ermöglicht, denn was könnte ich schon wollen, wäre da kein Leben in mir? Was nicht ist, kann auch nichts wollen, das leuchtet ein. Somit gilt es also lediglich zu akzeptieren, dass so lange ich lebendig auf Erden bin, eben wollen werde. Das ist nun mal so und dies weder gut noch schlecht. Es ist, was es ist.

Das Wollen, beziehungsweise der dem Lebendigen eingewebte Wille, unterscheidet sich leicht erkennbar vom Wunsch. Der Wille zögert nicht in der Verwirklichung seines Wollens. Der Wunsch verlegt seine Erfüllung in die Zukunft, also auf ein Fundament, das gar nicht existiert.

Nehme ich als Beispiel den harmlosen Raucher, der nicht mehr rauchen will. Will er wirklich, was er will, dann wird er nicht wieder zur Zigarette greifen und sich diese anzünden. Er würde es einfach nicht tun, denn sein Körper kann nicht für sich allein entscheiden und handeln. Ich habe noch nie einen Körper gesehen, der ohne Willen war und sich eine Zigarette anzündete.

Der Wünschende will dementsprechend nicht sofort mit dem Rauchen aufhören. Es ist ja nun kein gigantisches Übel, dennoch sehr anhänglich. Tatsächlich wünsche ich mir seit Jahren, diese Angewohnheit loszulassen. Doch ich tue es nicht, weil ich es mir eben nur wünsche und mehr als offensichtlich – gar nicht will. Zu niemanden kann ich somit sagen, er sei schuld daran, dass ich rauche und grad ebend wieder mal zur Zigarette griff. Ich wollte es, sonst hätte sich mein Arm nicht heben können und nach jenem Dinge greifen, von dem ich glaubte, loslassen zu wollen, denn ich hielt fest.

Was macht mir das bewusst? Der gottgegebene Wille in mir funktioniert wahrlich tadellos. Dies vollkommen gleichgültig – wofür man ihn einsetzt, beziehungsweise verwendet. So kann man sich tatsächlich sogar das Ärgern abgewöhnen, ebenso das Vermuten und Fürchten, weil dies fühlbar nutzlos ist. Mögen sich im gottgegebenen Leben auch weiterhin unwiderruflich die Gelegenheiten mehren, wo ich diese Gabe nur noch zum Besten des Ganzen einsetze.

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