Vom Heimkommen

von Luxus Lazarz

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Wer sich dem Himmel des Lebens nähern will, um mehr und mehr nachhaltig zu erkennen, was und wer er wirklich ist, kommt nicht umhin, sich der eigenen Form zu denken, vollständig bewusst zu werden und möglichst auch zu bleiben. Denn jeder Gedanke in unserem Bewusstsein, der nicht von Gott gegeben sein kann, beziehungsweise aus Liebe erscheint, wird mich nur ablenken, von dem mir einzig wahrhaft und fühlbar wertvollem Ziel. Alles, das mir den Frieden im Geist vernebelt, mich gar in dunkle Schlachten zieht, sind nicht jene Gedanken, denen ich ein Heim in mir oder als Brennstoff in die Welt geben will.

Der beständig gegebene Frieden in einem jeden Geschöpf Gottes, erweist sich somit als ganz natürliche und formlose Schranke, zwischen zwei Bereichen des Denkens. Dies ist ganz einfach zu erkennen. Bin ich in mir selber – nicht in Frieden, zum Beispiel mit mir und der Welt, haben meine Gedanken ganz andere Ziele und Färbungen als jene, die mich im Reich des Friedens bewegen und stets sanftmütig stimmen. Tatsächlich kann ich nur im friedvollen Sein, auch leicht einen Zugang zu all den mir erfahrbaren Zuständen und himmlisch erscheinenden Gedanken finden. Selbstverständlich nur, wenn ich dies will und mich nicht weiterhin, dem Ärger, der Sorge und dem Recht haben wollen anvertraue, statt dem Frieden in mir.

Das Denken in einem menschlichen Geist kann sich sodann derart entfalten, dass der Mensch sich leicht und empor gehoben fühlt. Dann weilt der Geist in den himmlischen Gefilden, dort wo unser aller wirkliches Zuhause ist. Hier ist die Zeit bedeutungslos und hat keine Macht über ein Kind Gottes. Einfach nichts, dessen ich mir im Himmel des reinen Geistes gewahr werden und sein kann, wurde in der Zeit gemacht.

Was ist zeitlos und beständig in mir?
Was hat sich nicht verändert, solange ich schon auf Erden bin?

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