Das EGO und iCh

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„Heilen ist eine Weise, das Gefühl der Gefahr zu vergessen, das das Ego in dir hervorgerufen hat, indem du seine Existenz in deinem Bruder nicht siehst. Das stärkt den HEILIGEN GEIST in euch beiden, weil es die Weigerung ist, Angst anzuerkennen.“*

 

Das Ego ist jener Teil im ganzen Menschen, der wahnsinnig ist, da er sich bewusst und unbewusst – stets in Gefahr schweben wähnt. Die Art der möglichen Gefahren ist außerordentlich vielfältig und dem Lesenden bekannt. Aufgrund all dieser im Leben des Egos erwarteten Gefahren, pflegt es mit unglaublichem Fleiß den Wahn des kontrollieren Müssens, um dem Schlimmen und Schlimmsten vorzubeugen. Das Ego will sogar die Liebe kontrollieren, welche die größte Gefahr für den Fortbestand seiner Scheinexistenz darstellt. Denn würde sich das Ego der Liebe einfach hingeben, wäre es um dessen Existenz geschehen. Da der Augenblick der Liebe alle Vergangenheit bedeutungslos macht, wird damit auch alle Erinnerung abgestellt, die jemals mit Gefahr in Verbindung gebracht werden konnte. In der Liebe gibt es keinen Anlass, um zu kontrollieren, zu stänkern oder gar anzugreifen. Denn in keiner Weise ist es Liebe, wenn ich den Anderen mit Forderungen und Bedingungen traktiere. Und da das Ego selbst von Hause aus ein Darsteller ist, vertraut es weder den Gedanken noch Worten und Taten seiner Mitmenschen und somit auch nicht sich selbst. Irgendwann hat es sich tatsächlich und klammheimlich eine schattige Liste gebastelt, auf der all die Punkte verzeichnet sind, welche die Liebe für das Ego ausdrücken und erfüllen muss bis soll, damit sie für dich und mich als Liebe annehmbar wird.

Wir sind das iCh, in Christus. Das Ego wiederum hält sich für einen Gott, der allem und jedem seine Vorgaben aufbürden muss, um allerlei Gefahren von seiner schmalen Welt fern zu halten. Nur wer tut und ist, was das Ego sagt und will, ist ein wahrer Freund. Sich die Freundschaft des Egos zu erringen, kann also sehr leicht gelingen, zumindest vorübergehend. Jedoch – die Liebe des Egos zu erleben, ist wahrhaft unmöglich. Da das Ego einer Art von abgrundtiefem Misstrauen entstammt und die Liebe wiederum ganz rein und aus absolutem Vertrauen gewoben ist, kann die Liebe zwar das Ego durch die Augen des iCh sehen, jedoch das Ego – die Liebe nicht. Denn die Liebe hat weder Merkmale noch Denkmale nötig, um sich an sich selbst zu erinnern und zu sein, was sie ist. Liebe, die allem und jedem in sich Raum und Leben gibt, das sich ihr zuwendet. Das iCh nimmt dann die Liebe wahr und wird stetig weniger den Bedürfnissen des Egos Tribut zollen. Die Liebe ist der Himmel, in dem das iCh gefahrlos und freudvoll leben kann und ist.

Resümee 🙂

Ist da kein Denken an Gestern oder Morgen, kein Gedanke an Müssen und Wollen im Menschen, ist da auch kein Schmerz in ihm und somit das Ego außer Haus. Das ungetrübte iCh-Sein wiederum – macht derart viel Sonne und Freude im Leben, dass man das Ego ganz vergißt, und dann geht es mehr und mehr verloren, verliert sich wahrscheinlich letztendlich restlos im Nichts. Nur die Liebe bleibt und der Himmel mit ihr. Das iCh ist der Erstgeborene und weiß noch genau, wie es im Himmel ist. Das Ego kam erst später hinzu und hat unverzüglich damit begonnen, den Himmel in dir abzulehnen bis zur Verleugnung.

Aller Wahnsinn endet hier. Geh in Liebe weiter. Jetzt.

 


*Quelle des Zitats: Ein Kurs in Wundern, Textbuch, Kap. 7, IV (Heilung als Wiedererkennen der Wahrheit), Satz 7 und 8

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