Die Welt der Ideen – 10

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Grad stell ich mir vor, man würde alles, was man so glaubt zu brauchen, nur aufgrund dieses eigensinnigen Glaubens brauchen.
Wäre das nicht irrsinnig komisch?

Und nun stelle ich mir einfach mal vor, man würde gar nichts brauchen und hätte dennoch alles. Da lächelt es sofort durch mich, und ich höre in mir ein Lied. „All you need ist love…“, so teilten es einst die Beatles aller Welt mit, und so klingt es mir des Öfteren, auch noch heutzutage in den Ohren. Jetzt kann ich wach und munter einsehen, dass die Liebe ja wirklich stets zuerst im Innersten erblüht, auch wenn man Ihr – dem Anschein nach – nur im Außen begegnen kann. Keiner kann die Liebe in uns tun. Sie ist schon da und war nie weg. Nur mit dem Willkommen heißen tut man sich noch manchmal unerklärlich schwer.

Sich Letzteres vorzustellen, braucht man also gar nicht. Es ist schon wahr und nie war es anders. Die Liebe hat ihr Heim in uns, in dir und mir, in wahrscheinlich allem, was lebendig ist. Und öffnet man im Geist die Tür zu Ihrem Heim, dann leuchtet Sie unübersehbar durch uns. Strahlt durch unsere Fenster hell und warm in die ganze Welt.

Ich danke und freue mich schon auf den einen Tag, an dem sich diese Tür in mir, trotz aller Anstrengung, nicht wieder schließen lässt. So stell ich mir jetzt noch vor, wie ich die Tür zum Heim der Liebe einfach aushänge und diese von reinster Wiedersehensfreude hinweggeblasen und für immer entsorgt wird. Warum sollte ich mich auch vor der Liebe in mir schützen wollen? Das ergibt ja nun wirklich gar keinen Sinn.

 

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