Die Welt der Ideen – 12

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Ich gebe nicht, weil ich muss, sondern da ich geben kann. Selbstverständlich kann ich nur geben, was ich auch habe. Warum ich habe oder nicht, ist lediglich eine Idee von mir. Auch ich bin eine Idee. Eine Idee des Schöpfers allen Lebens, wie es sein könnte, wäre auch nur ein kleiner Teil, ein Funken Licht von seiner Allmacht und all dem, was wirklich ist, getrennt. Die Idee des Schöpfers ist und bleibt, jenem kleinen Teil alles zu geben, was dieser Funke braucht, um – wenn auch nur für eine kurze Zeit – glücklich leuchtend auf Reisen zu sein. In und durch eine andere Welt zu reisen, die dem ewigen Himmel fernzuliegen scheint und dennoch nur in diesem sein kann, weil es keine Trennung zwischen dem Schöpfer und all seinen Geschöpfen gibt. Alles ist in des vereinten Geist und somit auch in dem Unsrigen.

Die Idee des Geldes ist von der Idee her zur Erleichterung des Lebens in den Erdentraum gegeben worden. Und ich will mir vergeben, was ich aus dieser liebevollen Idee, namens Geld, gemacht habe. Die Idee des Geldes ist vom Schöpfer her neutral. Denn Geld hat kein Bewusstsein. Es wertet nicht und sein Zweck ist vorbestimmt. Es kommt zu jedem, wie es gebraucht wird. Manchmal hat man auch keines, um zu bemerken, dass man es im wahrhaften Jetzt gar nicht braucht. Und auch um zu erkennen, dass dies gar nicht so schlimm ist, wie die Gedanken in uns wieder und wieder befürchteten. Man braucht nichts für das Geld zu tun. Es ist für den Menschen ersonnen und nicht umgekehrt.

Und man bedenke, jedes mehr wovon auch immer, das gebraucht wird, ist ein zu viel. Und alles, wovon man zu viel hat, wird früher oder später zu einer Last. Dies nicht nur im Geist. Oder das Leben nimmt es scheinbar weg, zum Beispiel wenn man zuvor jahrelang für schlechte Zeiten sparte und diese dann auch kamen. Doch mancher erfährt sogar, dass die Zeit niemals gut war, wodurch er gar nicht zum Sparen kam und dennoch stets satt war – in jedem Jetzt.

Alles, was der Schöpfer jemals an Ideen gab, gab Er in Liebe. Es sind nicht des Schöpfers Gedanken, die uns verrückt zu machen scheinen. Meine Angst und Sorge kann nicht Gottes sein. Doch bin ich, ebenso wie alles Lebendige, ewig ein Teil von Ihm. Wer ist dann jener andere Teil in mir, welcher vorsorgen will?
Jener Teil, der Angst und Misstrauen vor dem Leben fleißig hegt?
Da ich Teil des Schöpfers bin, hab auch ich die Macht zu schöpfen. Und all das, was ich im Geiste trage, mit Ausdauer belebe, in mir selbst, ist aus des Schöpfers Sicht wahrlich jenes, was ich will. Denn aus welchem Grund sollte ich mich mit dem Ungewollten sonst ausdauernd beschäftigen, wenn ich es nicht in meinem Leben haben will?

All jene Ideen, die Gott gegeben hat, sind frei von Furcht und Zweifel. Lediglich ich, habe diese reinen Gaben der Liebe maskiert, mit undurchsichtigen Schleiern umwoben, die mich in der Ferne eine Art zu leben erblicken und fühlen lassen, welche niemals von Gott gegeben worden sein kann. So hab ich Gottes liebevolle Gaben ihrem Zweck entfremdet, indem ich meine eigenen Ideen auf sie übertrug. Nun lasse ich all diese toll dreisten Bilder wieder sich auflösen und verweile in der Fülle des Augenblicks. So kann ich die reinen Gaben erneut bedenkenlos empfangen. All die liebenswerten Ideen, welche den Frieden, die Fülle, Schönheit und Ewigkeit jenes Lebens in sich beinhalten, das Gott seinen Kindern versprochen und für immer gegeben hat.

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