Gedankenspiel
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Gedanke und Körper sind Gefährten. Sie spielen miteinander in einer Harmonie, die hinter der Rastlosigkeit des Verstandes verborgen bleibt. Der Verstand sieht immer einen Widerspruch – zwischen seinem Wollen und Haben. Ist der Verstand nicht da, fühlt der Mensch Liebe und kein Wunsch zerreißt sein wahres Wesen. Bevor Mensch ihn nur denken könnte, ist jeder Wunsch bereits erfüllt. In diesen Momenten bin ich frei von Gedanken. Bin selbst ein einziger Gedanke, sich dem Fluss des Lebens hingebend, der mich in Liebe umfängt und trägt, wohin ich will, obwohl ich gar nichts will. Nur einfach bin, bedingungslose Liebe fühle – für alles, was ist.
Ist kein Gedanke im Innersten, nehme ich Stille wahr – in mir. Dann bin ich bedingungslose Liebe und gebe bedingungslose Liebe für das, was ist und nur für das. Jeder Gedanke ist eine Bedingung und Benennung für den Ausdruck von Liebe im Verstand. Ist da kein Gedanke, ist es klare Liebe, frei von Bedingungen an sich selbst.
Die Zeit macht sichtbar, was ich denke und fühle. Die Liebe lebt mich durch die Zeit. Zeit ist auch nur ein Gedanke, dem ich selbst durch Aufmerksamkeit Leben schenke. Liebe ist ewig, unabhängig von dem, was ich denke und macht das Leben fühlbar lebendig. Zeit vergeht, stirbt mit meiner Erinnerung. Stirbt die Zeit, erblüht das Leben.
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