Notizen 19
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Im Gespräch
In dem Moment, in dem man sich bemüßigt fühlt, über jenes nachzudenken, was der Andere fortlaufend spricht, hört man nicht wirklich zu. Denn man griff sich mit dem Verstand einen Teil vom Gesagten, blieb im Geiste stehen oder bog gar ab, zum Beispiel auf vergangene Wege und glaubt nun zu wissen, wie es endet oder weiter geht, was der Andere sagt, ohne ihn zu hören, wirklich zu hören, vollständig anwesend zu sein.
Wohl auch aus diesem Grunde, weiß man in Wirklichkeit fast nichts, bezüglich dessen, was Leben allgemein oder in Gänze ist. Unwissend wird man geboren und verläßt die Welt mit einem Wissen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit niemandem nützt. Also dort, wo man hingeht. Doch hier ahne man, aller Frieden, jede Freude und wahrlich auch das Lachen können nützlich sein, gleichgültig wo die Welt endet und der Himmel beginnt. Also all das, was man mitbrachte und nicht in der Welt zu lernen brauchte. Nur das, was immer erreichbar blieb, egal wie oft man sich dagegen entschied.
Man weiß nur, dass man lebt, ebenso wie der Andere. Dessen könnte man sich in einem jeden wachen Moment bewusst sein. Was gibt es überhaupt, das wirklich ohne dies von Bedeutung sein kann?
Das Wieso – bleibt auf Erden ein ungelöstes Rätsel. Es sei denn, man erinnert sich bereits im irdischen Dasein daran, wo man herkam und dass der Weg zurück – ein sicherer sein muss, weil Gottes Liebe keine Fehler macht. Zumal der Alltag zeigt, dass Liebe nicht planbar ist. Doch wenn man Sie erkennt und fühlt, tatsächlich ohne Ausnahme sowie allumfassend sanft und hilfreich wirkt.
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