Notizen 30

 

Der heilige, der reine und stille Geist ist der rechtschaffene Geist. Übergebe ich ihm meine bangen Momente ohne weiteren Kommentar, so kann er mir zeigen, dass die Angst kein Fundament hat in Gott. Vielmehr schwirrt diese in einem Teil meines träumenden Geistes herum und will einfach nur gesehen, in Stille gehüllt und somit verabschiedet werden. Dann löst es sich auf, das Übel. Und jetzt schwinge ich sanft in der stillenden Mitte beziehungsweise dehne nur Liebe aus.
Ist die Angst verschwunden, bleiben einzig Frieden und ein schönes Gefühl, welches leer und voll zugleich erscheint. Voll Freude, voll Lächeln, voll Stille und Zufriedenheit. Man könnte es auch als ein Fühlen von grundlosem Glück beschreiben. In diesem Moment kann man alles tun, doch seltsamer Weise ist dann nie etwas zu tun. Was sollte da auch noch fehlen, wenn man gerade das Schönste tut, erfährt, empfängt, was überhaupt hier auf Erden tatsächlich erstrebenswert dünkt. Frei und ungeniert lieben, was jetzt wirklich ist. Und währenddessen eine tiefe Dankbarkeit fühlen, die sich nicht in Worte fassen lässt.

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