Erinnerung an Liebe

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Liebe blickt nicht zurück, um zu vergleichen, was ist – mit dem, was war. Sie sieht und fühlt nur das Jetzt und schaut auch nicht voraus, was da noch so kommen könnte. Liebe ist. Ist tatsächlich in Frieden mit sich und der Welt, ist in Freude und Stille stets dort, wo sie ist. Also genau betrachtet überall, auch wenn man es des Öfteren gar nicht bemerkt, da man nicht nach der Liebe lauscht und schaut, sondern nach irgendwas, das wahrhaft nichts von Liebe hat. 

 

 

Irgendwie ist die Liebe so total anspruchslos, dreht nicht durch und springt von keinem Berg im Übermut. Beinahe könnte man die Liebe genügsam nennen. Was jedoch wahrlich nicht das rechte Wort für einen Zustand beschreibt, in dem man gerne in sich ruht und bleibt, denn alles ist gut. Und nie denkt die Liebe darüber nach, dass sich dieses – alles ist gut – verändern könnte. Warum sollte sie auch, wo es doch genau jetzt und hier so fühlbar schön ist in Liebe zu sein. In sich selbst zu verweilen und nirgendwohin zu eilen, um dieses wunderbare Sein aus dem Bewusstsein zu verlieren und sich stattdessen über irgendeinen Unsinn aufzuregen. Oder gar anzustrengen, um geliebt zu werden. Als ob es in der Liebe Pausen oder Lücken gäbe. Darüber kann man doch nun wirklich nur noch den Kopf schütteln oder gleich herzlich lachen.

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