Gedankenaneignung

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Manchmal nimmt man wahr, dass da ein Gedanke im Bewusstsein erscheint, der um Aufmerksamkeit bettelt. Da der Gedanke betteln muss, ist es kein Gedanke, den man mag. Dennoch ist man bereit, diesem Gedanken die Hand im Geiste zu reichen und ihn für ein Weilchen im Kopf zu behalten. Je öfter man den Gedanken in sich wiederholt, ihn in das Alltägliche mit einbezieht, um so mehr gewinnt der Gedanke an Kraft und sichtbaren Ausdruck. Und wen überrascht es da noch, dass dieser Gedanke nach und nach im ganzen Körper fühlbar wird, solange man selbst diesen Einfluss gewährt? Wiederum jeder Gedanke, dem ich nicht den kleinsten Finger reiche, versinkt sofort im Nichts, aus dem er kam.

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