Notizen 24

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Zwar bin ich mir seit Jahren dankbar dessen bewusst, dass der Weg in die innere Stille, wahrlich den einzig wirklichen Ausweg aus jedem Problem anbietet, doch vergesse ich dies immer noch so manches Mal. Dann versuche ich einen mir bekannten und nur dem Anschein nach besseren – Weg zu gehen. Also meinen sogenannten eigenen Gedanken und Urteilen entsprechend zu handeln. Dabei gestützt auf einen Verstand, der sich schon so oft geirrt hat, dass es nicht mehr verdrängbar ist. Doch das wahrlich Gute an dieser Form der Vergesslichkeit ist und bleibt, dass sie sich immer schneller verflüchtigt. Und ich fühlen kann, dass der Tag naht, an dem ich dem Irrtum nicht mehr anheimfalle. Eventuell werde ich ein wenig die Heiterkeit vermissen, wenn ich wieder einmal einsah, dass mein eigener Gedanke ein Holzweg war, welcher im Morast versank. Allerdings die Freude der Gewissheit, dass letztendlich alle Wege zu Gott führen, ist mit weltlichen Maßstäben schon lange nicht mehr messbar. So kann ich in der Welt gar nichts mehr sehen, was mich tatsächlich noch im Geiste locken könnte, wieder in deren Abgründe hinunterzusteigen, mir Sorgen zu machen und zu versuchen, Probleme mittels Denken zu lösen.

Der Heilige, der reine Geist, führt mich durch den Tag. Mehr und mehr erinnere ich mich an Gott, den Schöpfer allen Seins und lebe, was ich wirklich bin. Lebendige Liebe. Freude ist dabei unvermeidlich. Und die Freude mehrt sich alltäglich. Dehnt sich gar aus, je näher man dem einzig erstrebenswerten Ziele kommt.

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