Sonntagsschule 12

Ein Alltagsplan

 

Vom Einzigen, was ich heute zu tun habe

…mich an Gott zu erinnern, Ihm zu danken und mich in aller Stille, mit und in Ihm daran zu erfreuen, dass Sein Werk ein Vollkommenes ist. Nur das bleibt wahrlich das Einzige, was ich heute und alltäglich auf Erden zu tun habe. Alles, was ich darüber hinaus noch tun kann, wird dann frei von jeglichem Widerstand und ohne zu zögern, direkt durch mich – mühelos bis freudvoll getan. Ganz ohne, dass ich dafür einen Plan oder ein Muss benötige.
Und stets dann, wenn ich wieder einmal bemerke, dass ich mich im Innersten zu etwas überreden oder gar anstiften will und auch dann, wenn da Anstrengung oder Angst in mir spürbar werden, ist dies lediglich ein Zeichen für mich, dass ich grad nicht mit Gott auf dem Weg bin. Dann habe ich fühlbar Seinen lichten Frieden in mir, mit Gedanken überschattet, die weder wahr noch zu meinem Besten sind, beziehungsweise auch nicht dem Besten des Nächsten dienen.
Und bemerke, fühle ich, dass es so ist, dann brauche ich mein Tun nicht zu überdenken, denn es genügt all dies im Geiste, wieder in Gottes Hände zu legen, es in Seinem Frieden ruhen zu lassen, damit daraus nur wirklich Gewolltes erwächst. Nicht umsonst steht geschrieben: In der Ruhe liegt die Kraft!  Diese Kraft ist Gott. Unsichtbar, form- und endlos, doch stetig wirksam und somit immerdar – in und um uns.

Alles, was ich wirklich brauche, um auf Erden lebendig und froh zu sein, weiß Gott bereits bevor ich es denke. Der Beweis bin ich mir selbst. Denn trotz all der scheinbaren Hindernisse in der Welt, jeglicher absurden Wünsche meinerseits und auch aller Scheintode, lebe ich weiter und kann nicht mehr an ein wirkliches Ende des gottgegebenen Lebens glauben. Mag sein, dass dies verrückt erscheint, doch wahrhaft zeigt es sich mir stetig öfter, als ein überraschend heilsam wirkender und stillender Gedanke – im einst ruhelosem Geist.

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