Stillendes Licht

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Überwiegend denke, spreche und schreibe ich, beinahe ausschließlich in der einen Sprache, die ich wirklich fühle und verstehe. Jene Sprache, in welcher mein Geist von Beginn an wahrlich gebadet hat, soweit ich zurückdenken kann. Black Friday zum Beispiel, ist meine Sprache nicht. Übersetzt bedeutet es – in der mir einst von Gott gegebenen Sprache – schwarzer Freitag. Schwarz für wen und wozu? Desweiteren erinnert es mich an so Aussprüche, wie zum Beispiel: Da sehe ich aber schwarz oder schwarz und stockdunkel war die Nacht. Wer will denn das?
Allerdings, sollten diese tolldreisten Angebote, welche der Black Friday seinen Anbetern verspricht, diesen – wie die Sterne und der Mond in der Nacht ihres Lebens dünken, will ich mit Freude all diese in einem hellen Licht wahrnehmen, damit der Irrtum in ihnen hinweggeleuchtet wird und sie nicht letztendlich – in all dem sich ausbreitetenden Schwarz untergehen.

Selbstverständlich kann ein jeder wählen, in welchem Licht und in welchen Farben, beziehungsweise Leuchtgedanken, er sich selber und alles um sich herum wahrnimmt. Man kann schwarz und weiß denken und sogar kariert. All dies in Formen und Farben kleiden, bis man innerlich ganz wuschig wird. Doch kurz bevor man sich den Wahnsinn gänzlich einverleiben kann, wird es stets unvermeidlich still. Und dann dehnt sich der Geist, der ich bin, in dieser Stille aus und kann jedesmal erneut erleben, dass die Stille im Innersten ein wirksames Licht ist, welches beständig leuchtet und liebevoll umhüllt, was geheilt werden will. Und das Wunderbarste daran ist, dieses Licht ist immerdar. Man kann es jederzeit in Anspruch nehmen. Also nicht nur am Freitag oder einem anderen Wochentag, sondern wenn man es braucht – bei Tag und Nacht, dies wahrlich ohne Ausnahme.

„Es gibt keinen friedvolleren und sorgenfreieren Ort, als die eigene Seele.“
(Marc Aurel)

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