Was war zuerst da?
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Es bleibt mir unvorstellbar, dass das Leben zuerst da war und ohne Liebe erschaffen wurde. Man kann so viel Schönes in der Welt sehen, die Natur ist mehr als vielfältig in ihrem Ausdruck. Wahrhaft ist Sie ergreifend schön und vollkommen. Selbst dort, wo einst nur verbrannte Erde zu sehen war, wachsen im Jetzt wieder Gräser, Blumen und Bäume, sind Tiere daheim und auch der Mensch. Doch sieht man sie, die Wunder des Lebens und all die Liebe darin? Manchmal nicht, dann sieht man nur, was man im Leben nicht akzeptieren mag, was man als Last und Bürde wahrnimmt, doch das ist es nicht, was Gott wahrlich für Seine Kinder und somit auch für dich und mich, für uns will.
Aus Gottes Sicht ist Seine Gabe des Leben reine Liebe. Kein Bedürfnis bleibt im Hier und Jetzt ungestillt. All Seine Kinder sind aus demselben Stoff erschaffen, grad so wie Gott Selbst ES Ist. Ein lebendiger Stoff, der unzerreißbar bleibt, zeitlos vollkommen, allumfassend aus Liebe gewebt, sozusagen ein totales Grauen für die Motten. Diese müßten verhungern, würden du und ich nicht regelmäßig versuchen, andere Stoffe zu weben. Also mittels unser wilden Gedankenspiele versuchen, tatsächlich Leben machen und bestimmen zu wollen, welches ohne Freude und Frieden sein soll. Doch wie kann man zum Beispiel, die Gabe der Freude jemals in sich erkennen und annehmen, wenn man diese beständig beiseite drängt, dies mittels Gedanken, die einfach keinen Frieden und offenbar auch keine Freude wollen.
Wo käme man denn auch hin, wenn man sich keine widerständigen Gedanken über den Anderen, sich selber und dieses und jenes in der Ferne machte, anstatt zu akzeptieren, was jetzt wirklich ist? Eventuell sogar Dankbarkeit fühlte, für das Wirkliche. All das, was direkt erlebbar ist, in deinem und meinem Leben, die nur in unseren Träumen getrennt voneinander existieren.
Ja, dann käme man in gewisser Weise bis an die Tür zum Raum des Friedens, dem Frieden in uns. Also dorthin, wo man still Ist, was man wirklich Ist. Ohne all die Requisiten, die es in der Welt dem Anschein nach zum Überleben braucht. Dann wäre man plötzlich in der Verlegenheit, das reine Leben in sich Selbst, als frei und ohne Schuld wahrzunehmen. Sich in Ihm zu fühlen, bis in die letzte Zelle und darüber hinaus.
Wie konnte ich jemals, das sich Sorgen mehr lieben, als die Freude in mir und all dem, was mich tatsächlich umgibt? Egal, einzig die Wahl, lichtvoll zu schauen, zu denken und zu fühlen, gilt es nun zu erleben und ebenfalls, die Gaben Gottes mit allem zu teilen, was uns im sogenannten Alltag begegnet. Ein Straucheln scheint manchmal unvermeidlich. Doch dies nur deshalb, damit man sich erinnert, dass der Vater, mit all Seiner Liebe beständig bei uns ist und tatsächlich immer hilft, wenn es einmal scheinbar keine Brücke mehr gibt. Und wahrlich passieren die Wunder auch immer wieder zwischendurch – so ganz unverhofft und ohne Not.
Liebe Ist, wenn du bist, wie Gott dich erschuf.
Liebe Ist hier, in dir und mir, genau wie das Leben.
Wahrhaft braucht man die Liebe gar nicht suchen,
denn Sie Ist und bleibt immerdar und dies genau dort,
wo Gott Sich Selbst in unser Gewahrsein gelegt hat.
Gott, Vater, Liebe, Leben, Schöpfer – bleiben alles nur verstandesgemäße Ausdrücke, um begrenzend zu umschreiben, was unbeschreiblich ist, keine feste Form hat und doch in allen wirkt. Also jenes, das nur durch einen jeden im eigenen Sein erfahrbar sein kann. Es ist fühlbar wahr und immerdar, genau dort, wo auch der unbegrenzte Gedanke des geliebten Lebens in uns ewig weilt.
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