Die letzte Reise – Teil 3

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Vom rechten Glauben

 

Welchen Wert hat ein Glaube für dich und mich, wenn er nicht allen Menschen hilfreich und nützlich ist? Allein dies, also das Hilfreiche und Nützliche, sind die wahrhaften Merkmale des rechten Glaubens. In der Welt, in der wir leben, glauben wir jedoch, dass es Gewinn und Verlust gibt, dass der Gewinn des Einen, stets der Verlust des Anderen ist. Daran glauben du und ich, obwohl es nicht der Wille Gottes ist, dass dem so sei. Und weil wir dem weltlichen Denken und Glauben beharrlich folgen, kann sich uns die Welt auch nur derart zeigen, wie wir glauben, dass sie es ist.

Was und woran glaubst du? Ist es dir und Anderen hilfreich und nützlich, woran du alles so glaubst? Wenn man sich die Zeit nimmt, um sich das, dem eigenen Leben scheinbar dienliche Glaubensgerüst genau anzusehen, dann kann man so manchen Glauben aufgeben, oder auch in einen neuen transformieren. Das ist ganz einfach, bewirkt sofort Erleichterung und Freude, lässt das Licht im Menschen heller strahlen, wahrlich über die Grenzen seines Körpers hinaus. Dies macht den Menschen attraktiv, denn Licht ist für all jene anziehend, die noch im Dunkeln stehen.

Man nehme einen Glauben und schreibe ihn auf. Dann prüfe man, ob dieser Glaube für alle Menschen hilfreich und nützlich ist. Wenn dies nicht zutrifft, dann formuliere man um. Zum Beispiel: Müßigang ist aller Laster Anfang. Hier kann man beispielsweise das Wort „Laster“ durch das Wort „Befreiung“ ersetzen. Doch es kann auch Liebe sein, und ich versichere dir, das wahrlich Passende wird dir nicht verborgen bleiben.

Dass es einen Gott gibt, der reine Liebe ist und alles Leben in sich trägt, hegt und schützt, dies ist zum Beispiel aus meiner Sicht, ein wahrlich hilfreicher und nützlicher Glaube für alle Menschen. Ohne Ausnahme. Wird auch nur ein Mensch ausgeschlossen, kann es nicht funktionieren. Offensichtliches gibt es diesbezüglich genug. Manch Einer wird von Sahnetorte dicker, ein Anderer wird nur friedlicher. Eben ganz so, wie der Eine und der Andere es in sich glauben.

Bereits ein Glauben pro Tag neu formuliert, kann unerwartete Bewegungen nach sich ziehen. Hier gilt dann einfach:

„Lerne wieder staunen, denn die Welt ist voller Wunder.“*

 

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An den Heiligen Geist, braucht kein Mensch zu glauben. ER ist da im Menschen, unabhängig davon, was dieser über sich selbst und die Welt glaubt. Tatsächlich ist es der rechte Geist in dir und mir. Also jener Geist in uns, der manchmal ganz unerwartet genau weiß, wie eine Antwort lauten muss, wie eine Lösung sich zeigt, wann man was sagt und wo man einfach schweigt. Gleichfalls ist es der rechte Geist im Menschen, der diesen zum richtigen Zeitpunkt an den passenden Ort führt. Dieser rechte Geist bildet die Brücke in eine himmlische Wirklichkeit, die Gott für alle seine Kinder schuf. Im Himmel gibt es keine Bedürfnisse, weil dort alles Vorstellbare bereits erfüllt ist. Der Himmel ist Jetzt auf Erden und in dir und mir. Auch an Gott braucht man nicht zu glauben, denn Dieser ist ebenfalls beständig in und um uns. Es würde IHN jedoch wahrhaft erfreuen, wenn du dich SEINER erinnerst. SEINE sich daraufhin ausdehnende Freude, wird ER mit dir teilen und dies derart großzügig, dass auch du sie mit Anderen teilen willst.

Geliebtes Kind Gottes,
sei Willkommen zurück im Licht,
und du wirst erkennen,
nie war es fort, das Licht,
doch für einen winzigen Moment,
sahst du es nicht.

Dieser Moment ist vorbei.
Jetzt bist du frei.
Freue dich und
bleibe im Jetzt.

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* Das Zitat stammt von einem mir unbekannten Autor. Ich las es einmal auf einer Postkarte und konnte es bis Jetzt nicht vergessen.