Die letzte Reise – Teil 6

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  Rechtgesinntheit und Selbstliebe

 

Lebt man etwas länger in der Welt, lässt sich irgendwann erkennen, dass es aus herkömmlicher Sicht im Miteinander, weder das dauerhafte Richtig noch ein „todsicheres“ Falsch gibt. Dies bringt es mit sich, dass ein Mensch in vorgenannter Problematik, nie wirklich sicher sein kann, ob sein Urteil im Jetzt auch die beste Wahl für das Morgen ist. Denn so ziemlich alles kann sich im Wandel der Zeiten, sowohl als doch nicht falsch und ebenso, als gar nicht richtig erweisen.

Um alle Seine Kinder von diesem verstandesmäßigen Irrtum, bezüglich des Richtigen und Falschen zu erlösen, hat Gott einem jedem Menschen den rechtgesinnten Geist gegeben. Gottes Wort sprach es vor 2000 Jahren aus:

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.

Der Volksmund hat es dann umgedichtet. Dort lautet der Gedanke nun wie folgt: Behandle jeden Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst. Oder auch: Was dir selbst nicht werden soll angetan, das tue auch keinem Anderen an. Dies ist jedoch nur die halbe Entsprechung dessen, was Gott kristallrein durch Sein Wort verkünden ließ. Denn was geht jeder Art von Tun und Handeln voraus? Ganz eindeutig wird hier auf die Gedanken hingewiesen, welche stets von geistiger Natur sind. Der Geist im Körper nimmt wahr, bedenkt und stellt fest, wie zu tun und zu handeln ist. Er selber kann gar nichts tun, somit ist der Körper des Geistes ausführendes Organ.

Bei allem, was der Geist sich im Körper ausdenkt, stützt er sich überwiegend auf das Richtig und das Falsch, welches er als Kind, dann folgend in der Schule, der Ausbildung und allgemein aus Büchern lernte. Später erst kommt die bewusste Erfahrung hinzu, die es dem Geist im Menschen ermöglicht, mal wenig und auch mal mehr, von dem einstmals Gelernten wieder auszusortieren, beziehungsweise aufzulösen oder auch hinter sich zu lassen. Doch dies ist nur ein erster Schritt auf dem Weg in die Erlösung, also die wahrlich wirksame Erlösung von allem Übel, Kummer und Schmerz.

Um von all dem Vorgenannten nachhaltig erlöst zu sein, bedarf einer weiteren und tieferen Sicht sowie der beharrlichen Anwendung vom oft überraschend Erkannten. Ein Vorgang, der dem Verstand Rätsel aufgibt und anfänglich sogar unmöglich erscheint. Denn der Verstand kann Liebe, weder erkennen noch verstehen, sonst wüsste er ja, dass diese niemals enden kann. Der Verstand wird in eine Welt der Sorge und der Angst geboren. Hier will er jenes schützen, das ihm als seine Heimstatt dient. Gemeint ist der Körper des Menschen, welcher ohne Geist allerdings überhaupt kein Eigenleben besitzt.

Liebe geht über den Verstand hinaus, kennt keine Angst und Angst wiederum kennt die Liebe nicht. Nachweise dafür, entdecke man im Rückblick auf all die, auf und ab wogenden Erfahrungen des eigenen Lebens und natürlich beständig im Jetzt. Wann war man liebend und wann eher nicht? Mach jedoch kein langwieriges Selbststudium daraus. Erkenne vielmehr grundlegend, dass es kein Ausdruck von Liebe ist, sich selbst Angst zu machen, vor letztendlich allem und jedem, einschließlich deiner selbst. Das muss nicht sein, dies siehst du jetzt ein.

Bitte den rechtgesinnten Geist in dir, dich ab Jetzt und Hier zu führen. Die Freude in dir, ist der eindeutige Hinweis Seiner Zustimmung. Bereits seit einer gefühlten Ewigkeit ist Er bereit und hat lediglich auf ein winziges Zeichen deiner Bereitschaft gewartet. Seine Geduld ist grenzenlos, genau wie die Gottes, dem Schöpfer und Geber von allem Leben im Universum.

Der rechtgesinnte Geist

Rechtgesinnt ist jener Geist im Menschen, der weder in Gedanken noch Taten seinem Nächsten, beziehungsweise einem Anderen, etwas unterstellt, diesen verurteilen, bestrafen oder anderweitig schaden will. Denn all dies, will der rechtgesinnte Geist auch nicht für sich selbst. In diesem Licht beschaut, weist das Wort Gottes tatsächlich darauf hin, was Liebe wirklich ist und bleibt, wahrlich in Ewigkeit.

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