Das Gesetz 2

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Wenn zwei Menschen ihre eigenen Interessen zurückstellen und sich in einer Sache vereinen, von der sie keinen persönlichen Vorteil erwarten, ein Ziel anstreben, das auch nicht der Eitelkeit dient, sondern vielmehr zum Wohle vieler bis eventuell aller Menschen erschaffen, beziehungsweise erreicht werden soll, immer dann ist es möglich, dass Wunder geschehen. Eben darauf wollte Jesus mit seinen Worten hinweisen, dass wenn zwei unter einem Dach in Frieden leben, er bei diesen sei. Genau dies ist ein Gesetz Gottes, dem auch Ein Kurs in Wundern seine Entstehung verdankt. Das Annehmen, Erkennen und Leben der Einheit mit dem scheinbar Anderen, ist dem Göttlichen jedes Wunder wert, und dann gibt es kein Unmöglich mehr.

Die Gesetze Gottes setzen jene – der uns bekannten Welt außer Kraft. So ist es Gesetz im Sinne der Liebe, dass jener, der gibt – gleichfalls gewinnt, denn Liebe rechnet nicht zu oder ab, sie dehnt lediglich aus – wovon sie mehr als genug hat. Auch leuchtet es ganz leicht dem Leser ein, dass jene – die lieben, ein Gewinn für alle sind, deren Leben sie berühren. Was liebt ist reich und dies in unerschöpflicher Art. Das ist die Wirklichkeit aller Liebenden und niemand, der zweifellos liebt – könnte dies leugnen. Auch interessiert den Liebenden, weder ein Gestern noch ein Morgen, denn im Gegenwärtigen findet das ganze Leben statt und dies ist mehr als genug.

Die göttliche, wie auch die menschlich mitfühlende Liebe – hebt alle Unterschiede auf, macht stark, mutig, frei von Urteil und dennoch gerecht, entzieht sich jeder Kontrolle und ist darüber hinaus unbelehrbar. Deshalb wird sie von allen Machthabern der Welt gefürchtet, weil jene, die sich miteinander verbunden fühlen, einander nicht bekämpfen wollen. Vielmehr einen Frieden ausstrahlen, der unbeirrbar jeglichen Händel im Keim abwürgt, obwohl oder eventuell gerade, weil diese Liebe sogar wortlos wirkt.

Gott ist Liebe, und wir sind alle in der Liebe zuhause. Atme tief ein und fühle in dir – die still wirksame Kraft – hier und jetzt.

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