Vom rechten Tun

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Wer sich erfreut am eigenen Leben
und auch dem des Anderen,
der tut wahrlich  recht,
ist echt im Dasein verankert und
innerlich in Harmonie mit allem,
was ihn fühlbar durchströmt und umgibt.

Offensichtlich ist das rechte Tun,
ein echtes Tun. Doch was ist echt?
All das, was unbedacht bedürftig scheint,
all das, was in mir freudig tun,
doch auch sein lassen kann?
Genau * das ist echt. Seelenecht.

Richtig Tun erscheint mir Ich-gebunden.
Also bedingt von jenem Teil in mir,
der ungeduldig ist, draufgängerisch,
der Seele abgewandt nach vorne stürmt –
ins Nirgendwo und auch mal abstürzt
vom schrägen Dach der Zirkuswelt.

Rechtes Tun bewegt den Menschen,
ist von den Flügeln der Seele getragen,
bedarf keines Drückens und Schiebens.
Ergibt sich ganz ohne Muss und Zögern,
stillt alle Bedürfnisse, entsorgt gar Gedanken,
die linken wollen, was liebenswert ist.

Sieh an, die Sonne tut echt und
dem Menschen kommt es recht,
dass sie ihre eigene Bahn beschreibt,
mit der auch die Erde Schritt halten kann,
sich widerstandslos anhängig macht,
sodass alles Leben weiter im Licht erblüht
und unendlich gedeiht.