Das Jahrtausend ist mündig

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Mit frohem Herzen und dem Leben wohl gesonnen, blicke ich beim Schreiben etwas verschmitzt. Das Jahr 2018 erschien mir als das bisher längste und kürzeste Jahr zugleich, an Seltsamkeiten und Ungewohntem reich, darüber hinaus wurde in diesem letzten Monat überdeutlich, dass es keinen Gott der herkömmlich menschlich erhofften Sorte gibt. Dementsprechend auch keinen Stellvertreter, anderen Oberaufseher oder Takt- und Tonangeber. Dennoch ist mir das liebevolle und unbeschreibliche Wesen zweifellos mitfühlbar, in dem alle Menschen wirklich leben. Ein unfassbar großzügiges Wesen, welches uns überall wie jederzeit – sanft umströmt und durchpulst. Lebendig macht und hält.
Wer sich dem Leben im Moment hingeben kann, geht niemals darin verloren, dessen wurde ich mir in den vergangenen Monaten deutlich gewiss. Und es gibt die Vielen, welche derartige Gewissheit in diesem Jahr erreichte. Es werden unaufhaltsam mehr, doch dies geschieht in aller Stille und so gut wie nie – auf einer Bühne.

Dem unkontrollierbar Lebendigen in mir, das mir bereits mein ganzes Leben äußerst wohlgesonnen erscheint, gab ich Achtsamkeit und Raum wie in noch keinem Jahr zuvor. Ich ließ die Ferne fern sein, schmiegte mich mit allen Sinnen – bedenkenlos hingebungsvoller in die Wahrhaftigkeit des Gegenwärtigen. Vielerlei an scheinbar Wichtigem verlor alle Bedeutung, da ich diesem keine mehr gab. Alles in allem war 2018 das Jahr, in dem der Mensch geistige Armut als ein wahrhaftes Übel erkennen konnte, denn sie ist arm an schöner Fantasie und Idee, an Verständnis und Mitgefühl für das eine Wesen, in dem alle Menschen leben. Allerdings, nun habe ich es verinnerlicht, ein Mensch kann sich arm denken, jedoch auch reich lieben, und seltsamerweise braucht er um solches zu tun – keinen anderen Menschen. Es genügt zu lieben, was ist – also dich und mich, da wir nun einmal so gegeben sind. Dann erweitert und verändert sich das direkte Umfeld, mit allem – was passt – zu dem passt, was wir lieben.

Vor einigen Jahren schenkte das Leben dir und mir zum Jahresende einen unsichtbaren Mantel aus Freude, den wir willentlich nicht wieder ausziehen können. Im Jahr 2019 wird sich nun in den Mantel noch ein federleichtes Futter weben, welches dich und mich so zufrieden stimmt, dass wir die ganze Welt als ein Geschenk wahrnehmen können, ohne uns darin zu verlieren. Denn dieser gefütterte Mantel bewirkt, dass wir mit Freude in uns selbst Zuhause sind, unsere gute Stube mit Lichtem fluten und allein die Stille zum Putzen nutzen.

Jetzt komme ins goldene Licht, was aus Liebe ist, für Liebe zeugt und lebt. Träume werden wahr, sobald der Träumer sich selbst weckt und wach den Raum sowie das Feld in sich erforscht.

Freudiger Gruß
in Stille gewebt

Luxus

PS: Möge das Jahr 2019 Dir das Leben und alles Vollkommene darin so nahe bringen, dass Du es nie wieder missen willst. Fühlbares Dankeschön für alle Aufmerksamkeit und Kommentare, die dieser Blog im Jahr 2018 bekam.

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