Alles, was Mensch lieben kann


A – wie anders

Alles ist anders, was man nicht kennt.
Manchmal ist es gar derart anders,
dass man es sich gar nicht hätte erdenken können,
so anders ist es.

Auch, wenn man liebt,
ist alles oft anders * als zuvor denkbar war.
Das greifbare Anders scheint dann,
noch besser zu sein,
als das Vorstellbare,
welches dem Bekannten entsprang.

Die Fantasie geht schon sehr weit und
niemals wird sie das Ende des Schönen erreichen.
Dennoch ist allein die Wirklichkeit,
das wahrhafte Geschenkpaket,
inklusive aller Gedanken und Gefühle,
jener einst schöpfbaren Idee in uns.

***

 

Am 7. März entdeckte ich ihn mir, die tiefe Liebe für meinen Laptop.

L – wie Laptop

Ich liebe meinen Laptop

Meine Finger streicheln ihn und
er ist ganz wunderbar mit mir,
enthüllt mir sanft und friedlich,
was durch mich schlüpfen will.

So ein geniales Hilfsmittel,
um auszudrücken,
was der lebendige Geist spinnt.

Zeigt sich derart doch,
die unendliche Liebe Gottes,
trotz des Menschen
sprichwörtlicher Ungeduld
und all dessen Drängen,
wenigstens 99 Leben
an einem einzigen Tag,
verstoffwechseln zu können.

Der Laptop schenkt mir die Möglichkeit,
rasante Ströme in Worte zu kleiden,
rauszulassen, was drinnen nicht bleiben will,
so oder so, er ist wunderbar mit mir
und ich liebe ihn,
auch weil ich es kann.

 

***

Am 8. März nahm ich wahr, dass mein Glück keines Namens bedarf.

N – wie namenlos

Ich bin ist namenlos

Ich liebe es, unbekannt zu sein
und dennoch lebendig,
eventuell ja auch, genau deshalb.

Ich liebe es, unbekannt zu sein,
um lebendig zu bleiben,
wie es mir gefällt.

Ich liebe es,
mit mir bekannt zu sein,
seit dem so ist,
erkenne ich in mir,
stetig öfter auch das Andere
und fühle mit
in Illusion und Glück.

Ich liebe es,
dass Menschen fühlbar sind
und ganz ohne Worte
mit mir teilen,
was sie belebt.