Das …

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Auf den Wegen des Lebens wurde mir mehr und mehr einsehbar, dass ich die Welt, die mich unmittelbar umgibt, in mir unbewusster Art gemacht habe. Und eines Tages konnte ich es nicht mehr ignorieren, dass je liebevoller, stiller und freundlicher ich in mir selber ruhte, umso schöner und gleichartiger sich die Welt aus um mich herum gestaltete. Alles, was in mir war, teilte ich in mir verborgener Art, auch stets mit der Welt. Dies galt sowohl für den Frieden in mir, als auch für jeden Groll.

Gleichgültig, wo ich auch bin, ich habe die Welt gemacht, die mich umgibt. Natürlich ist da etwas schon vorher dar. Man könnte es als Leinwand oder Kulisse bezeichnen. Jedoch was auch immer, ich in mir tatsächlich wahrnehme, bezüglich dessen, was ich sehe, ist eindeutig meins. Jegliche Form von Wahrnehmung beginnt in meinem Geist.

So würde ich die ganze Welt gemacht haben, wäre es mir ebenso möglich – wie Gott, jederzeit und überall zu sein. Doch lediglich Gott kann dies vollständig. Mir, Seinem Geschöpf, das bewusstlos dem Wahnsinn des umherirrenden Geistes, hilflos ausgeliefert zu sein scheint, ist dies nur in Gedanken möglich. Jedoch meine reisenden Gedanken sind eindeutig blind, denn sie können nirgendwo sehen, wo ich nicht bin. Und gleichfalls bin ich in jenen Momenten, blind für die mich tatsächlich umgebende Wirklichkeit. Dennoch greife ich weiter dort ein, wo ich nicht bin. Wo ich nicht bin, weil Gott mich dort nicht haben will, denn sonst wäre ich dort, demütig und aufrecht zugleich, um mich offen und voller Vertrauen Gott zuzuwenden. Dies stets dann, wenn ich nicht weiter weiß.

Gott sei Dank, dass alles Gemachte vergänglich ist und nur die Liebe unverändert bleibt, in der ich, genau wie du, tatsächlich heil, freudvoll und bewegungsfähig lebendig bin.

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