Gott erkennen

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Stets, wenn mir im Leben eine Erfahrung zufällt, die ich mir in ihrer, mir selbst bisher unbekannt zufriedenstellenden Form, überhaupt nicht allein hätte vorstellen können, genau in dieser Erfahrung begegnet mir Gott. Dies ist so, weil allein mein Schöpfer mich besser kennen kann als ich mich selbst. Doch auch dann, wenn eine Erfahrung mir derart schrecklich dünkt, dass mir kein Danach vorstellbar ist, jedenfalls keines, das ich wirklich haben will, auch dann kann ich durch diese Erfahrung Gott finden, nämlich im Danach. Also in jenem Moment, in dem ich erstmals erstaunt bemerke, dass ich etwas überstanden habe, was mir zuvor unüberwindbar schien.
Tatsächlich und wahrhaft kann ich mir dann sanft dessen bewusst sein, dass es eine unsichtbare Kraft gibt, die mir hilft, mir alltäglich das Leben schenkt und auch aus allen Abgründen wieder hinausführt, die ich mir durch Selbsttäuschung und unwissend – in mein Leben eingeladen hab.

Letztendlich wird mir, dem Menschen, mehr und mehr die Erfahrung zuteil, in allem, was Gott gab und gibt, die Vollkommenheit Seines Willens zu erkennen. Und auch, dass es genügt zu bitten, und Er gibt. Jegliche Abweichung davon, die ich in meinem Kopf feststelle, entspringt lediglich, der von mir gemachten Selbst- und Weltansicht. Diese ist jedoch nicht starr und fest, also kann ich loslassen und frohen Mutes weiterleben, da allein dies Sein Wille ist und unwiderruflich, der meine auch. Hier und Jetzt, wo sonst?

Niemals zuvor erschien es mir einfacher, mich im Hier und Jetzt, dem Willen Gottes anzuvertrauen. Denn alles, was ich wirklich will, ist der Frieden Gottes, und ich bin mir der Gegenwart Seiner Liebe unerschütterlich bewusst.

 

Zuhause

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