Denken mit System

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In diesem Beitrag findest du eine Beschreibung von zwei vollkommen unterschiedlichen Möglichkeiten, die Welt, das Leben und sich selbst darin zu bedenken und wahrzunehmen. Die erste Form des Denkens wird dir bekannt sein. Die zweite Möglichkeit fand ich im Kurs beschrieben. Das Gelesene machte mich tatsächlich neugierig. Ich wollte wissen, was dran ist und bin nun schon seit mehr als 8 Monaten in der Umschulung von System 1 zu 2. Ein Erlebnis, das Freude bereitet und auch sich mehrend wundersame Momente schenkt. An der Freude will ich dich teilhaben lassen, da wir aus demselben Stoff gemacht sind, und Freude darüber hinaus jedem Geist auch Frieden gibt. Danke, dass du hier liest.

Denksystem 1

Dieses allgemein gewohnte Denksystem, sucht die Fehler in der Ordnung, um auszubessern, Regeln zu erfinden und abzusichern, was die Ordnung aufrecht erhält. Hier darf es keinen Stillstand geben, denn der kostet nach herkömmlicher Belehrung Menschenleben, in der Hauptsache jedoch nur Geld und Hoffnungen.

Die Maschine zur Optimierung der Sicherheit des menschlichen Lebens, ackert und rattert deshalb unaufhörlich vor sich hin. Erfindet Einbahnstraßen, Kreisverkehre, baut Luftschlösser und biegt mit dem Verstand krumme Dinge scheinbar grade. Dies ist ein anstrengendes Denksystem, dass stets in eine Sackgasse führt, dann alle Speicher löscht, um anschließend den gleichen Weg neu gekleidet und gerüstet wieder abzuschreiten.

Beispiel 1

Stets dann, wenn ich einem Anderen eine Tat, beziehungsweise eine Schuld zuweise, weil ich mich ja in mancher Hinsicht, also keinesfalls in jeder – als unfehlbar ansehe, bin ich gnadenlos mit dieser Art zu denken am Arbeiten. Ich beschreibe mal eine kleine – wohl jedem bekannte Situation:

Wer hat das getan? Mein Finger zeigt worauf? Wer war das? Du warst es, gib es zu! Komm sei ehrlich, du warst es! Ach, doch nicht? Wer war es denn nun? Du? Auch nicht? Oh, wie peinlich, ich sehe grad, ich war es selbst.

Mit dieser Art des Denkens wird viel Zeit verbraucht und wie sich irgendwann herausstellt, auch noch vollkommen nutzlos dazu. Denn es handelt sich um die Wiederholung, eines bereits als falsch offenbarten Denkansatzes. Nämlich der Ansicht, dass etwas im Umfeld nicht stimmt, und dies keinesfalls mit mir zusammenhängen kann.

Beispiel 2

Findest du, wenn man hier klickt.

Beispiel 3

Hier folgen weitere leicht erkennbare Beispiele, für die dem 1. Denksystem zugehörigen Gedankenmuster mit Wiederholungscharakter:

Ich muss etwas tun. So wie es ist, kann es nicht bleiben. Ich muss etwas tun. Das kann ich mir nicht gefallen lassen, so kommt der Andere mir nicht davon. Darüber müssen wir reden, so geht das doch nicht!

 

Denksystem 2

Obiges ist ein dem Menschen noch ziemlich unbewusstes Denksystem, welches jedoch bereits vom Kind genutzt wurde. Es braucht also nur wieder angenommen werden und man weiß von Hause aus, um die Ordnung im Universum des Lebens. Das Denksystem 2 misst den mittels Verstand gefundenen Fehleinschätzungen – keine sonderliche Bedeutung bei. Im Kopf werden diese Störversuche einfach nicht beachtet. Auch nicht die aus anderen Welten, die wahrhaft fern der eigenen Wirklichkeit liegen. Und nur, wenn es sich in der Realität keinesfalls umgehen lässt, wird die Sache sofort still und ohne Kundgabe, wie von den Heinzelmännchen in der Welt glatt gemacht. Überwiegend genügt es jedoch in diesem Denksystem, zumindest nach eigener Erfahrung, aufmerksam zu beobachten, wie sich die Wirklichkeit weiter gestaltet, bis sich beinahe immer offenbart – dass der Fehler gar kein Fehler war, schon gar nicht der des Anderen. Vielmehr handelte es sich einfach nur, um eine voreilige Schlussfolgerung oder einen seltsamen Irrtum meinerseits. Da ich mal wieder mit Denksystem 1 unterwegs war. Dieses Erkennen kann nur Sekunden, doch auch Tage in Anspruch nehmen. Doch hat man erkannt, dann regt es stets zu mehr Achtsamkeit an, und zwar ausnahmslos gegenüber allem – was wirklich ist. Nutze ich dieses Denksystem 2 tatsächlich, hat man der Beschreibung im Kurs zufolge, irgendwann keine Probleme mehr, weil die Produktion dieser innerlich stillgelegt wird.

Beispiel 1

Wenn ich mit meinen Gedanken, nicht an den Fehlern der Welt hafte, können diese nicht darin verweilen. Jeder Heilungsprozess des eigenen Körpers zeigt mir die Einfachheit des unkritischen, beziehungsweise zweifelsfreien Denksystems auf. Nehmen wir nur eine kleine Blessur, einen Kratzer, eine Schürfwunde als Beispiel. In sich selber stellt der Mensch selten in Frage, dass hier Heilung möglich ist und dies auch noch, ohne dass er Anstrengungen dafür leisten muss. Es passiert einfach, und der Mensch mischt sich gedanklich nicht ein. Er steht der Heilung auch nicht anderweitig im Wege, indem er sich den Schorf von der Wunde kratzt. Was ein allseits bekanntes und masochistisches Vorgehen ist, welches im 1. Denksystem als verständlich angesehen wird. Die Heilung geschieht im 2. Denksystem direkt vor unseren Augen, wird sie nicht durch das 1. behindert.

Zwei bereits zu den Wirkungen des 2. Denksystems beschriebene Beispiele aus dem Alltag, findest du auch hier und hier .

Beispiel 4

Ein Gedanke mit beständiger Wirksamkeit, der zum 2. Denksystem gehört, macht sich beim wiederholten Lesen und Einfühlen des Folgenden bemerkbar:

Mein Herz ist voller Freude, weil Gott darin wohnt.

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