Vom Weltuntergang

von C. Luxus Lazarz

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Wenn vom Untergang der Welt die Rede ist, kann man einfach mal in sich fragen, was geht da wirklich unter, und wo geht es hin? Wo ist überhaupt Unten und Oben, wenn man angeblich auf einer Kugel lebt, die sich um die Sonne dreht?

Schon als Kind fragte ich mich, wie es denn möglich sei, dass Menschen an anderen Orten der Erde, teilweise mit dem Kopf nach unten leben, während deren Füße am Boden kleben. Auch machte ich Kopfstand, um selber zu entdecken, wie das Leben in dieser Position erscheint. Natürlich war dies nicht dasselbe und so ließ ich diese Albernheit.

Später hörte ich hin und wieder, wie Menschen davon sprachen, dass in gewissen Momenten ihres Lebens, eine Welt für sie untergangen sei. Noch später erfuhr ich schließlich selber, wie es ist, wenn die eigene Welt scheinbar untergeht. Doch alles, was ich in jenen Momenten als schier unheilbaren Schmerz empfand, verlor sich mit der Zeit, denn die Welt ging nie wirklich unter, sondern änderte vielmehr nur ihr Aussehen, ihren Klang und das Inventar allgemein.

Ziemlich spät, jedoch nicht zu spät, entdeckte ich wiederum: Es geschieht nichts, was ich nicht will, wenn ich nicht zuvor, mittels Gedanken und Blicken, im Gegebenen danach gesucht habe. Es derart einlud, sich in mein Leben zu gesellen, ohne mir dabei der tatsächlichen Zusammenhänge bewusst zu sein.

Mit allen Sinnen im Jetzt verweilend, kann die Welt nicht mehr untergehen. Denn Hier offenbart sich mir die einzige Wirklichkeit, welche ich tatsächlich auf Erden erleben kann. Die Bilder wechseln weiterhin, doch alles, was ich von Hause aus bin, hat Seinen Frieden in Gott gefunden und will sich dem, auch keinesfalls wieder entziehen. Dass dies tatsächlich möglich ist, dafür schenkt mir Gottes Lachen unwiderruflich die liebevollste Garantie.

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