Kursgeflüster

von C. Luxus Lazarz

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Die Lektion 289 des Kurses in Wundern weist darauf hin, dass die Vergangenheit vorbei ist und somit den im Jetzt Verweilenden – nicht berühren kann. Damit ist die Vergangenheit ansich gemeint, denn in Gedanken können wir uns an diese ja solange erinnern, wie es beliebt, wohltut oder schmerzen soll. Und von den eigenen Gedanken lässt man sich permanent berühren. Es sei denn, es wird erkannt, dass diese Gedanken so rein gar nichts, mit der im Jetzt tatsächlich gegebenen Wirklichkeit gemeinsam haben. Auch hat wohl schon ein jeder erlebt, der an einen Ort aus der Vergangenheit zurückkehrt, dass es diesen, wie in der Erinnerung gespeichert, nicht mehr gibt. Zum Beispiel erscheint ein Haus mit einmal viel kleiner oder die Menschen, denen man dort wieder begegnen wollte, haben sich total verändert oder sind gar nicht mehr da.

Ein anschauliches Beispiel für ein weitergehendes Verständnis der Lektion 289, bietet dem suchenden Geist eine Filmszene aus dem Sonntagsfilm: Gespräche mit Gott an. In dem Film wird eine wahre Begebenheit aus dem Leben des Menschen Neale Donald Walsch beschrieben, beziehungsweise bebildert, der ein allgemein bekannter Schriftsteller ist.

In einer Szene des Filmes (ca. ab Minute 1:28:30) will Neale zu einem Ort fahren, der einst für mehr als ein Jahr sein Zuhause darstellte. Damals fand er dort hilfreiche Menschen. Nun will Neale mit jenen seinen Überfluss teilen, die das Wenige, was sie ihr Eigen nannten, mit ihm geteilt hatten. Als Neale jedoch dort ankommt, zeigt sich der Ort verändert, ist gar menschenleer. Jene von Neale erinnerte Vergangenheit – gibt es dort nicht mehr. Die Bühne des Geschehens wurde abgeräumt, denn deren Zweck hatte sich erfüllt. Jeder dort Teilnehmende spielte die Rolle in Gottes Plan, die ihm für jenen Zeitraum – in den Geist geschrieben ward. So auch Neale. Doch als Neale schließlich irgendwann – mittels scheinbar kleiner Schritte, einen wirklich großen Sprung wagte, musste auch all das, was mit ihm und seinem Leben bis dahin verbunden war – sich bewegen. Denn alles ist in dem Einen und darin mit allem Eins.
Wohin und in welche Richtung sich die einstigen Weggefährten von Neale bewegten, wird sich eventuell nicht mehr herausfinden lassen. Doch, dass all dies Seine Richtigkeit hatte, wer daran noch zweifelt, darf das gern tun. 🙂 Allerdings die Lasten der Vergangenheit, die das Leben im Jetzt dunkler erscheinen lassen als dieses wahrhaft ist, kann man ja trotzdem einfach mal auf deren wahrhafte Auswirkungen überprüfen und dabei so manches erkennen, vergeben und vergessen, was im Gegenwärtigen tatsächlich nur noch in unserer Einbildung eine Kugel am Bein ist.

Sich den Film noch einmal anzusehen, ist keinesfalls ein Verlust. Wer sich nicht die Zeit dafür nehmen mag, kann auch schon bei Minute 1:10:00 einsteigen. Dann sieht man nicht das vorausgehende Melodram und kann sich gleich an den Gedanken und Offenbarungen Gottes erfreuen.

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