Was weiß ich wirklich …

von C. Luxus Lazarz

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… und woran klammere ich mich nur, halte mich an diesen Gedanken fest – bedingt aus Angst oder einem Wunschdenken?

Ich weiß, dass es Gott gibt und Er oder auch Es – mich hört, auf Fragen antwortet und vor vielerlei Gefahren bewahrt. Der Beweis dafür liegt in mir selbst und in all jenen Erfahrungen, in denen sich Gott mir als Frieden und Stille offenbarte oder wundersame Ereignisse eintrafen, die ich mit menschlichen Begriffen – weder unmissverständlich erklären noch anderweitig einem anderen Menschen beweisen kann. All dies passierte einfach, ohne Vorankündigung, und jedes einzelne dieser Ereignisse – trug zu einer nachhaltigen Veränderung meiner Wahrnehmung bei, nahm mir ein Stück Angst aus dem Geist.

Fürchtet euch nicht …, so steht es in der Bibel und ebenfalls im Kurs geschrieben, da es laut dieser beiden Werke – nichts zu fürchten gibt. Manchmal erkennt man dies erst, wenn man plötzlich mittendrin in einer jahrelang arg gefürchteten Erfahrung steckt und diese sich ganz anders darstellt, als man es sich zuvor gedanklich und pro forma eigenköpfig zusammengereimt hatte.

Die Einsicht erweitert sich, dass es tatsächlich keinerlei Grund zur Furcht vor Geschehnissen gibt, die zwar scheinbar sein könnten, aber es nicht sind. Geschehnisse, die wahrlich nicht sind und nicht, wie beharrlich im Verstand formuliert – noch nicht sind. Das ist so wahr, wie der Himmel blau ist.

So erweist sich letztendlich jeder Moment meines Lebens, den ich in Furcht vor Ereignissen verbringe, die nicht Bestandteil meiner unmittelbaren Wirklichkeit sind, überwiegend sogar nicht einmal annähernd dem Gegenwärtigen gleichen, als Verschwendung von reiner Lebenskraft und ist in gewisser Weise ein Akt der Selbstquälerei.
Man quält sich dann mittels Gedanken und Bedenken, die überhaupt nichts mit der gegebenen Wirklichkeit gemein haben. Was eindeutig erkennen lässt, dass Masochismus offenbar weiter verbreitet und vielgestaltiger ist – als allgemein wahrgenommen. Hier sollte man tatsächlich den Anfängen wehren, denn jegliche Art von Vermutung – ist immer aus der Luft gegriffen, dementsprechend substanzlos bis gar wahnsinnig. Und auf diese wankelmütigen Pfeiler, kann auch der fähigste Mensch – kein glückliches Leben erbauen.
Wahrlich gute Baustoffe sind und bleiben – Begeisterung, stillende Taten, Freude und Nächstenliebe. Die Liebe an und für sich ist kein Baustoff, sondern erweist sich beständig als ein endlos weiter Raum und als das Fundament, in und auf dem alles erblühen, gedeihen und sich sorglos tummeln und gestalten kann.

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