Der Gedanke, den ich rief …

von Luxus Lazarz

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Mancherlei Themen, um die sich einst – beinahe Tag und Nacht, die Sämtlichkeit meiner Gedanken rankte und drehte, also Themen, die mir beständig als erweiterungsfähig erschienen, sind für mich heutzutage so bedeutungslos, dass ich keinerlei Aufmerksamkeit mehr auf diese gebe. Und da sie kein Thema mehr sind, diese Themen in mir, sind sie auch nicht mehr in meinem realen Dasein vertreten.
Ich war ihr Anker, ihre Quelle, ihr Lebensspender. Das sah ich ein. Manchmal mit Schmerz, doch öfter beim Lachen, mit mir Selbst. Und so endete in mir nach und nach – alles (An)Denken an diese, woraufhin sich auch deren Präsenz – in meiner weltlichen Wahrnehmung verflüchtigte.
Nun könnte ich alle Probleme aufzählen, die ich in meinem Leben – nicht mehr wahrnehme, doch das könnte auch ein Weckruf für diese sein; und so ein Risiko ist mir deren Erinnerung – nur noch selten wert.

Natürlich könnte man sich selber fragen: Was war mir im Gestern wichtig und was ist es Jetzt? Es ist ganz harmlos, sich derart zu erleuchten und erinnert dich und mich lediglich daran, dass man normalerweise – an all das selten bis niemals denkt, was einem selbst – nicht wirklich wichtig dünkt.

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Wonach ich nicht rufe, das kann mich nicht finden,
lautet die Kurzform des Vorstehenden.

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