Kursgerecht 20

von Luxus Lazarz

.

Der Kurs unterscheidet zwischen den Gedanken Gottes und jenen, die man sich selbst bildet, zum Urteilen wählt oder auch anderswo abgreift, beziehungsweise aufschnappt.

Der Unterschied ist leicht zu bemerken. Die Gedanken Gottes halten den Frieden im Geist beständig. Die eigenen Gedanken ziehen den Geist fühlbar und wahrlich stückweise vom Frieden weg. Lassen ihn damit blind auf Wegen wandeln, die letztendlich nirgendwo hinführen, in Sackgassen enden und schließlich nur zur Umkehr bewegen können. Zwingen, gilt hier nicht.

So sind es stets die liebevollen, freudvollen und stillenden Gedanken, welche von Gott in uns stammen. Denn Er sieht Seine ganze Schöpfung in einem Licht, in dem kein Raum für Betrübnis existiert.

*

Stell dir vor, du wärest Gott und alles, was du siehst, wie du es wahrnimmst, ist deine eigene Wahl, Kreation, Kreatur, beziehungsweise Schöpfung. Du hast dich eigenköpfig entschieden, das Leben derart für dich zu gestalten. Und, kannst du lieben, was du siehst?
Wenn nicht, ist es wohl ein Segen, dass nicht du allein und doch nur so, der EINE Gott bist, von dem alles Leben abstammt. Alles Leben wird in dem Einen bewegt, bis zur letzten Maus und Ameise, inklusive dir und mir. Lediglich dein Widerstand gegen dich selbst, gegen das eigene Leben und jenes der Anderen, die das unsrige umkränzen, also der Widerstand gegen die, von dir und mir wahrgenommene Welt, ist es, welcher uns davon abhält, unsere tatsächliche Herkunft und Schöpferkraft zu erkennen und anzunehmen.

*

Die Gedanken Gottes stören Seinen Frieden nicht und auch niemals den deinen. Vielmehr reichen sie dem, was in Gott lebt, mehr Spielraum, Freude und auch Glücksgefühl. Dehnen somit den Frieden aus und bringen Licht bis in den letzten Winkel Düsternis, welche das anscheindend vereinzelte Kind Gottes, sich halbblind vorgemacht und einverlaibt hat, auf die Fahnen schrieb.

Und auch der Tod kann kein Ausweg sein, der aus dem irdischen Übel entbindet. Vielmehr schickt er den Träumenden, in eine weitere Fortsetzung von all dem, was immer noch deiner und meiner Liebe bedarf, um erlöst zu sein – in uns. Denn kein unversöhnlicher Gedanke, weder Trug noch Täuschung – können jemals dort Einlass finden, wo allein die Liebe das Sagen hat.

Setze man dem stürmischen Treiben in sich selbst ein Ende. Alles, was dann letztendlich bleibt, kann nur Gottes Reich sein, beziehungsweise das Reich der Liebe, des Himmlischen Friedens, des ewig Lebendigen und in seiner Gänze, tatsächlich allumfassend geliebtes Leben. Zeitlos wohltuend und nur so, weil es möglich ist.