Paradoxien

von Luxus Lazarz

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Von einem Paradox spricht man laut Lexikon, wenn sich in einer Angelegenheit im Geist – Widersinniges oder Widersprüchliches offenbart, bemerkbar macht. Bestenfalls wird das Erkennen, den Geist im Menschen zu einem Umdenken bewegen und ebenfalls den Wunsch mit sich bringen, die Dinge doch ab dann häufiger derart zu sehen, wie diese tatsächlich sind.
Was wiederum zur einer weiteren Erkenntnis führen kann, die darauf hinweist, dass das Viele in unserem eigenen Leben, mit all dessen Strenge und Härte, lediglich im Geist des Wahrnehmenden existiert. In Wahrheit ist es gar nicht da, man sieht wiederholt das Gewohnte, da man in sich selbst daran festhält. Und diese kleinen Paradoxien, die manches Mal ganze Weltbilder zum Einsturz bringen können, sind deshalb wahrlich Geschenke, die der freie und Heilige Geist bringt. Es lohnt sich, dafür immer wieder zu danken, denn wer würde noch leben, tät uns das Heilige Selbst nicht alltäglich wieder wecken?

Erwachen aus dem Traum, in dem wir überwiegend schlafend leben, müssen du und ich allerdings allein. Doch dabei wird uns unvorstellbar viel Hilfe zuteil, und wahrlich die mächtigsten Gefährten sind um uns und immer auf Abruf bereit, Unterstützung zu geben, Wunder einzuspielen und Wege zu ebnen. Urvertrauen ist eben nicht nur ein Wort.

 

Paradoxe Selbst-Erkenntnis

An manchen Tagen schafft der Mensch anscheinend nur wenig – von all dem, was er sich selbst zu schaffen gebot. Doch sieht man am Ende des Tages dann, dass dieses Wenige, doch wahrlich jenes war, was man zuvor über Tage, Monate und eventuell gar Jahre vor sich herschob, dann ist hier das sogenannte Wenige – wohl tatsächlich mehr, als es ein jedes herkömmliche Viel an jenem Tage sein kann.

Gelegenheit

Dieser Tag wird nun zum Fest, da man sich spontan bückte, um einen Strick vom linken Knöchel zu lösen, den man sich einst selbst an das Bein band. Aus welchem Grund dies geschah, ist jetzt nicht mehr von Belang. Denn all die Freude, die man im Moment der Erkenntnis empfängt, ist wahrlich die Freude Gottes darüber, dass in diesem Augenblick nichts mehr zwischen dir, mir und Ihm steht, beziehungsweise schwebt. Du und ich sind dann glücklich, und tun derart Gottes Willen, ganz ohne Wenn und Aber, da diese Gedanken in Gottes Nähe keinerlei Bedeutung haben, genauer beschrieben sogar, dort absolut unbekannt sind.

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Danke fürs Lesen.
Die Freude sei mit Dir!

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