Umkehr 2

von C. Luxus Lazarz

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Wer den Himmlischen Frieden auf Erden leben will, muss sein Denken in vielerlei Hinsicht umkehren. Und wahrlich vereinfachen, denn all die Komplikationen – sind trügerisch, um Zeit zu schinden, die wiederum dann – den Menschen schinden kann. Der Mensch hat sie sich angetan, nur er selbst kann diese Fessel in seinem Verstehen wieder auflösen.

Die Umkehrung einer traditionellen Sicht

Während im Himmel der Sohn, also das Kind nach dem Vater strebe, muss auf Erden der Vater nach dem Kinde streben.

Denn der Vater im Himmel ist ewig und Sein Kind Ihm ebenbürtig. Es gibt dort nichts, was der Vater dem Kinde nicht geben kann, da es tatsächlich nicht mehr gibt, als der Vater bereits als Besitz in sich trägt. Jede Antwort fällt dem Kind zu, weil sowohl Antwort als auch Kind im Vater sind. Alles, was des Vaters ist, gehört auch dem Kind. Der Vater hat es für das Kind erschaffen und teilt mit diesem wahrlich all das, was sich in Seinem Himmlischen Reich mehr und mehr ausdehnt, in der Einen Liebe, die der Vater ist.

Auf der Erde ist der Vater das Alte und das Kind bringt frisches Leben in des irdischen Vaters Dasein. Das Kind schenkt dem irdischen Vater neues Leben. Ist ganz aus Geist, der noch rein und unbefleckt. Und immer, wenn die irdischen Eltern ihr Kind ansehen, wird auch deren Geist wieder rein. Für den Moment, in dem sie dem Göttlichen in sich selbst, urteilsfrei und zweifellos Raum und Liebe schenken.
Das Kind schenkt dem irdischen Vater weiteres Leben, weil der Vater auf Erden dem Kinde, scheinbar das Seine gab. Der irdische Vater und jeder Mensch auf dem Planeten empfängt, was er zuvor gab. Dies gilt im Himmel wie auf Erden.
Die Mutter empfängt, was sie lieben kann, auch damit sie sich daran erinnere, dass sie Liebe ist. Der irdische Vater und die Mutter, geben mit dem eigenen Laib für den Laib des Kindes und dessen Wohl auf Erden. Der Himmlische und Vater allen Lebens, gibt im Geist das Leben und hält es dort in Ewigkeit.

Sowohl Mädchen als auch Knabe sind von Geburt an rein. Doch lehrt man sie, beständig nur die eigene Sicht der Dinge, dann werden diese – wie es die Eltern sind und letztendlich sogar radikaler sein. Hartnäckiger darin, sich von all jenem rüde abzuwenden, was ihnen einst bedingungslos das Leben gab.

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Die Umkehrung kann nur im Denken ihren Eingang finden, dann löst sich jedes Rätsel auf, da der Vater zu den Kindern, nie in Rätseln spricht und sprach. Darüber hinaus sind alle Kinder des Himmlischen gesegnet. Gesegnet mit Verständnis, Erkenntnis, Kraft, Freude und ohne Maß mit Liebe, im Geist des Ewigen verbunden – mit ihrem einzigen Zuhause.

Das Alte lerne vom Frischen und Arglosen, nur derart kann der Mensch tatsächlich weiser als zuvor werden. Das Frische zeigt dem Alten, was dieses vergaß und so lasse das Alte das Frische gewähren, urteilsfrei und zweifellos. Derart kann sich das Frische vor den Augen des Alten entfalten, dessen Geist anregend, sich des Einen zu erinnern. Alles Leben kommt aus dem Innersten und kann dort jederzeit und überall – rein und klar für frisches Sein empfangen und gefunden werden.

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Danke fürs Lesen.

 

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