Was wäre, wenn …

von Luxus Lazarz

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Die Fehlersuche im Gegebenen kann solange nicht enden, bis der Fehler im Suchenden selbst erkannt wird. Dann endet die Suche und vorübergehend tritt Ziellosigkeit ein. Doch sind wir nicht umsonst hier. Das Ziel steht von Beginn an fest. Der Geist im Menschen soll sich erkennen, und zwar in all dem von Gott Gegebenen, welches wahrlich vollkommen ist. Nicht verbessert werden kann, denn vollkommen ist vollkommen und bedarf niemals einer Verbesserung. Gäbe es diese, würde sie sich zwangsläufig aus dem Vollkommenen selbst bewirken, den Vollkommenheit erhält sich selbst, weil sie sonst nicht vollkommen sein kann.

Also kann der Mensch zwar in seiner Wahrnehmung und beeinflusst von Modeerscheinungen, die Vollkommenheit scheinbar verbessern, doch jede noch so kleine Änderung, jede Ergänzung, lässt unaufhaltbar stetig unvollkommener Erscheinen, was wahrhaft doch in alle Ewigkeit vollkommen ist und bleibt.

Wenn ich nun meinen eigenen Maßstab anlege, an die Dinge, an die Welt und an mich, werde ich stetig aus dem weniger machen – was Gott für alles und auch für mich, also den Menschen, einst angedacht hat. Lebendig gegeben unterliege ich wahlweise allen Täuschungen einer Welt, in der nichts von Bestand ist. Setze mein Leben für das Vergängliche ein und wundere mich, dass es scheinbar niemals ganz reicht, um mich beständig zu stillen.