Kursgerecht 5

von Luxus Lazarz

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Die überwiegende Anzahl der Wünsche eines Menschen, die man für ‚ganz normal‘ ansieht, basiert auf Angst. Zum Beispiel der Angst zu verhungern, Angst einsam zu enden, irgendwem oder irgendwas, hilflos ausgeliefert zu sein. Laut Aussage des Kurses sind all diese Ängste unberechtigt, weil die Liebe stets durch uns selbst und andere Menschen, für deine und meine Grundbedürfnisse sorgt. Bisher kann ich das nur bestätigen, denn trotz all meiner heimlichen und auch manchmal geäußerten Befürchtungen, ließ mich das Leben noch nie im Stich und auch niemanden sonst, den ich kenne. Für alle wurde gesorgt,  zumindest in meinem Traum des Lebens. Selbstverständlich auch für jene, die allein nicht mehr konnten, denn da war stets Liebe und half.

Nun frag ich mich, ob der unendliche Traum vom Geld verdienen – überhaupt geträumt werden muss, oder ob ich nicht vielmehr aus Unwissenheit – in der Welt Bekanntes – von den Vorderen übernahm. Immerhin war in meiner Kindheit die einzige Berufung, zu wachsen und es gut nach zu machen, was man mir vorgemacht hat. Und wenn sich nun meine Vorfahren geirrt haben, und alles ganz anders ist? Irren ist bekanntlich menschlich, doch der Geist in mir nicht. Er ist frei von menschlichen Bedenken, denn er stammt nicht aus dieser Welt.

So kann ich jetzt auch sehen, dass jeder Wunsch in mir, bezüglich der Art mein Leben, mittels Verdienst unten zu halten, tatsächlich immer auf Angst basierte. Angst, um die eigene Existenz und die jener, die mir nahe stehen. Der Wunsch nach einer bestimmten, bezahlten Tätigkeit – bedeutet ja nicht, dass ich damit glücklich bin. Vielmehr verdiene ich, in mir vermutet angenehmer Art Geld und kann, wenn ich will, dies als Glück empfinden. Doch ist das Glück? Wenn ich nicht müsste – würde ich dann? Wenn mein Leben ein Traum ist, wieso kommt dann überhaupt irgendetwas Kraft raubendes darin vor?

So sagt man auch, mir geht es gut, ich kann nicht klagen, denn ich bin gesund, habe Arbeit (welch ein Glück!) 🙂 und darüber hinaus auch noch eine liebe Familie und Freunde. Man zählt also auf, woran man das Glück fest macht. Doch lebt das Glück nicht im Haben, sondern im Sein. Haben zeigt sich vergänglich, wechselhaft, allerdings man selbst – bleibt sich ewig erhalten, also zumindest solange man lebt.

An dieser Stelle erkenne ich, es ist mein tatsächliches Glück, dass ich bin, was ich bin und niemand anderes sein muss und kann.

Bisher träumte ich Träume, die auf dem mir Bekannten gründeten und meinen Bedürfnissen entsprechend modifiziert wurden. Zwischenzeitlich weiß ich nun, dass auch meine Bedürfnisse abgekupfert sind. Ich dichte sie mir an. Ich, der Mensch.

Doch wie kann ich träumen, was ich wirklich will, ohne mich selbst, meine tatsächlichen Bedürfnisse und wahren Wünsche zu kennen? An dieser Stelle greift laut Kurs der Heilige Geist ein. Und dessen Träume sind im Kern reine Liebe. Dies ist kein Witz, sondern wahrlich erlebbar und wird in kleinen und auch großen Dingen wahrnehmbar. Wobei es letztendlich, weder große noch kleine Dinge sind, sondern allemal Wunder, wenn sich ohne unser Zutun etwas sanft verändert, an dem wir seit Menschen Gedenken in unseren Köpfen und in der Welt herumgebastelt haben.

Ich lasse dir noch eine haltbare Horde Lachen hier. Lachen ist ein reines Lebensmittel. Das es zwar auch in jedem Supermarkt kostenlos gibt, wenn man sich ein bisschen umblickt, doch heute steht es irgendwie Schlange bei mir und will verschenkt werden. Nie war die Gelegenheit günstiger als Jetzt.

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