Kursgerecht

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Wer das Buch „Ein Kurs in Wundern“ studiert und in sein Leben einführt, wird nach und nach erkennen, dass es sein eigener wahrer Zweck in diesem Leben ist – Frieden mittels Vergebung in die Welt zu bringen. Damit die Welt heile und wir zuvor in uns.

Nun haben wir tatsächlich schon Vieles gelernt, können beinahe alles, doch Frieden geben, gelingt uns anscheinend nur selten. Kann auch nicht öfter gelingen, da wir lediglich jenes geben können, was wir haben und in uns tragen. Stell dir einmal vor, du könntest bei jeder Gelegenheit Frieden geben, anstatt Unverständnis, Widerworte oder gar Angst und Schuld. Wie würde es dein Leben wohl verändern und ebenfalls deine Sicht von der Welt?

Der Eingangspunkt für das Erforschen des Kurses, sollte somit in dem Willen wurzeln, jenen Frieden in uns wiederzufinden, der einst unbemerkt während einer Rast auf dem Weg verschwand. Nur schwach kann man sich noch daran erinnern, dass es da in anderen Tagen etwas in uns gab, was dich und mich untrüglich stark sein ließ und unverhofft freudvoll stimmte. Dies wahrlich Tag für Tag, und wir fühlten uns gewollt. Alles war gut und richtig, grad so wie es uns erschien.

Dann lernten wir den Fehler zu machen, zu finden, ihn einzukreisen und zu jagen. Dies gab unserem Leben eine ganz neue Dynamik. Manchmal waren wir selbst der Fehler, manchmal waren es die Anderen, doch gleich auch – wie man es deutete, es bedurfte einer Strafe, denn wer Fehler macht – ist schuldig. Von diesem Irrtum wird der Kurs dich befreien, wenn du offen für eine weitere Sicht der Dinge bist.

„Alle Dinge sind Lektionen, die Gott mich lernen lassen möchte.“

Nach ungefähr 3 Monaten des Studiums im Kursbuch, wirst du eine gewisse Vertrautheit entdecken und bemerken, dass nicht nur du mit dem Kurs arbeitest, sondern dieser ebenfalls mit dir. Je nachdem, wo du das Buch dann an jedem neuen Tag öffnest, wird dort eine Antwort stehen, die dir Frieden schenkt, oder auch Anleitung gibt, um ein Hindernis zu überwinden, und sei es nur zum Beispiel durch die Wahl einer anderen Sicht.

In gewisser Weise empfinde ich den Kurs als eine zeitgemäße Bibel für den Jetzt-Menschen. Wobei auffällig ist, dass in dieser Version die weltgemachte Schuld und Strafe keine tragenden Rollen spielen und auch die Sühne keinerlei Opfer beinhaltet. Vielmehr geht es hier und jetzt um Liebe, und zwar jene – die alles ist und gibt, Fehler glatt übersieht und auch kein Drama aus nichts und niemand spinnt. Einfach Liebe ist – als Zweck und Ziel zugleich.

 

Laut Kurs kann der Mensch sich dieser Liebe nur wahrnehmend nähern, wenn er anerkennt, dass ihn die göttliche Liebe erschuf und in der Welt auch weiterhin mit jedem Atemzug trägt. Diese Liebe ist das Leben im Menschen selbst. Ihr Geist schenkt zwar das Leben in die Form, doch sie selbst überliest und übersieht jeden Unterschied. Jeder ist untrennbar mit und in IHR verbunden, auch dann – wenn er gar nichts davon weiß oder ahnt.

Der Kurs führt weiter aus, dass unsere herkömmliche Sicht der Welt wahnsinnig sei, da wir in der Welt – einen bis alle – Feinde vermuten, die in Wirklichkeit nur in unserem Geist – herumgeistern. Dieser durch uns begeisterte Feind – nimmt in der Vorstellung der Menschen, ungezählt viel unterschiedliche Gestalten an. Für den Einen ist es der Nachbar, für einen Anderen eine ganze Nation und für den sündigen Katholiken ist es gar Gott persönlich. Der Katholiken Gott, der immer strafen wird, was dir selbst als Sünde gilt.

Sind wir uns einig, dass all dies so gar nichts mit Liebe zu tun haben kann? Ja? Wie schön. Danke.

Liebe ist Eins in sich, während der Geist im Menschen, der Feinde erdenkt, sieht und macht, eindeutig gespalten ist. Es ist krank, wie er sich damit selbst jagt, drangsaliert, verurteilt und bestraft. Dabei ist es derart gewöhnlich, dass es kaum jemals infrage gestellt wird und deshalb die Krankheit als solche, weitestgehend unentdeckt bleibt. Heimlich breitete sie sich im und zwischen den Menschen aus und zieht nun zwischenzeitlich bereits große Kreise, die kaum noch überschaubar sind.

Doch Gott sei Dank, gibt es ein Heilmittel, das durch jeden Menschen dem Nächsten kostenlos und unaufdringlich gereicht werden kann! Vorausgesetzt, man hat es zuvor selbst angenommen, denn wie bereits eingangs bemerkt, kann man nur geben – was man selbst in sich hat. Manchmal wirkt das Heilmittel nicht sofort, doch total wirkungslos bleibt es nie, auch wenn wir es nicht mit eigenen Augen wahrnehmen können.

Und ohne Unterlass weist der Kurs immer wieder auf die Verbundenheit allen Seins in dem Einen hin. Denn genau dies ist ja auch die Ursache dafür, dass alles, was ein Mensch tut, gleichfalls Einfluss, beziehungsweise Auswirkungen auf alles Andere hat. So ist es unmöglich, wenn du eine Heilung erfährst, dass dies nur dich allein betrifft, was ja ein fühlbar wunderbarer Gedanke ist. Wunderbare Gedanken, der Kurs ist so erfüllt damit, dass er wahrlich am klarsten für sich selber spricht.

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