Potentiale der Stille

von Luxus Lazarz

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Jeder Mensch ist ein Gott im Energiefeld der Liebe. Da auch der menschliche Gott in der Energie der Liebe – alles erschaffen und schöpfen kann, gibt es ordentliche und unordentliche Götter. Paradoxerweise erzeugen jedoch beide Gattungen – in der naturgegebenen Ordnung – ein vorübergehendes Chaos. Zum Beispiel bringen Götter, die Pflanzen, Bäume und desöfteren auch Tiere – von einem Land in ein anderes, von einem Kontinent auf den anderen. Damit entnehmen sie der dortigen Natur ein Stück aus ihrer – allen Umständen sowie Witterungsbedingungen angepassten Ordnung und fügen dieses Teil, in die Gegebenheiten der Natur ihres Lebensraumes ein. Dort muss sich das Entführte dann anpassen, wie ein Migrant im Pflanzenreich.

Nicht immer passiert dies reibungslos. Mancher Pflanze gelingt nämlich die Anpassung nicht, andere Pflanzen wiederum, überwachsen die einheimische Flora und ersticken diese, wie zum Beispiel eine spezielle Sorte von englischem Efeu es mit den Bäumen in anderen Ländern tut.

Ich empfinde, dass dieses kurze Beispiel ausreicht, um den Begriff – naturgegebene Ordnung – in dessen Gänze zu fühlen. Die absurdeste Form der Art willkürlichen Verstoßes – gegen alle offensichtlich bestehenden Naturgesetze, gipfelt in der Organtransplantation. Hier zeigt sich der Gedanke, Gott könne Leben geben und nehmen als wahr. Jedoch nur – wenn es sich um noch willkürlich wirkende Götter handelt, die sich selbst von ihren Gefühlen abgekapselt haben. Der wache Gott wird zukünftig keinerlei Beruf ausüben, in dem er Menschen Schmerzen zufügen oder diese gar aufschneiden muss, um wirksam zu werden. Diese Art von Göttern ist dem Alten Testament geschuldet. Das ist keine Meinung, vielmehr eine Ansichtssache.

Der 1. Gott, welcher im Neuen Testament erschien, konnte allerdings heilen, ohne in den menschlichen Körper einzugreifen. Er sprach direkt des Menschen Geist an, welcher die Krankheit, oder auch nur deren Irrsinn ausgesät hatte. Jesus Christus gab Heilung, mittels Lehm, Spucke, Worten und sogar allein durch seine stille Präsenz. Nach ihm taten dies auch andere Menschen, sogar in unserer gegenwärtigen Zeit. Und noch niemand wurde geheilt, während er hastig dachte, klagte oder gar schreiend um sich schlug.

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Die stille Präsenz, ohne Gedanken, Urteil oder Bewertung im Kopf, erweist sich bei regelmäßiger Anwendung als eine Art Zaubertrick, in dessen Verlauf sich alle – sonst innerlich gehegten und wörtlich verlautbarten Widerstände – in neue Erfahrungen sowie tiefere Einsichten umwandeln. Durch die stille Präsenz gibt der Mensch dem Feld der Liebe, bedingungslos Vollmacht in seinem Leben zu wirken, dies im Sinne aller Beteiligten und auch durch diese wirksam zu sein. Logisch ist, dass die Wege der Liebe nur jener erkunden kann, der sie ohne Erwartung oder Forderung betritt. Dennoch werden dem göttlichen Menschen dann Dinge, Erfahrungen und Findungen zuteil, die viel zu schön, zu großartig, zu genial sind, als dass sich diese ein Verstand jemals hätte zusammenbasteln können.

Die einzig bekannte Nebenwirkung der Einnahme von stiller Präsenz zeigt sich und dies nicht selten – in einem innerlichen Aufsteigen von grundloser Freude, die wahrlich unkontrollierbare Ausmaße annehmen kann. Erste Hilfe in echten Notfällen, gewährt die Umarmung eines Nahestehenden, da dies durch Abgeben Erleichterung schafft. Ist der mit Freude Angereicherte jedoch allein, kann er auch das Fenster öffnen und einen Gutteil der Freude direkt in das Umfeld ausatmen. Auf keinen Fall sollte er die Freude hinausschreien, da es zu Schockzuständen – der noch Freudlosen führen könnte.

Letzter Hinweis:

Das stille Potenzial der Freude ist kostenlos, vegan, kalorienfrei, trainiert in mehrfacher Hinsicht den Bauch,  wenn man in sich fühlend die Freude hinter dem Bauchnabel wahrnimmt. Das fühlbare Gut wird biologisch einwandfrei verstoffwechselt und kann ganz nach Belieben still sowie auch in vielerlei Tönen zum allgemeinen Stimmungswechsel beitragen. Auch Ideen, die sich uns in stiller Freude offenbaren – sind direkt von der Seele inspiriert und werden – ohne des Menschen Überdenken – im Feld der Liebe unnachahmlich wahr gemacht.

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