Neu im Mond

von Luxus Lazarz

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Plötzlich ist er da, der Neumond. Steht still im blassen Himmelsblau, von der Sonne im Untergang beleuchtet, so seh ich ihn, durch das Fenster glühen.

Zwei Tage ist er grad alt, der Neue, das gab mir Zeit und Muße,
passender zu denken, was ich in diese Sichel legen will.
Sodass es sich bis zum Vollmond, dann allumfassend vollende.

Ich leg hinein * den Garten.
Viel kann dort werden getan, damit er noch lieblicher wirke.
Möge mir das Kommende all die Begeisterung und Kräfte geben, einmal derart Hand anzulegen, dass im Folgenden einzig Sonnenschein, Regen und Wind * alles zauberhaft hegen.

Und ich lege nun in die Sichel, all mein Freude am Leben. Möge diese noch runder werden, allumfassend wachsen und mir stets sein ein führend Licht. Die Freude wiegt viel und leicht senkt sich die Sichel, nun mehr zur Waagerechten hin.

Weit über dem schmalen Mond erscheint jetzt ein Stern. Ich seh es als die Aufforderung an, noch mehr hineinzulegen, in das frische Beet des Mondes. Da blinkt der Stern, zwinkert mir zu: Nur weiter so!

Also leg ich sogleich die große Frage rein, jenes wieso, weshalb und wozu, bin ich hier und lebendig im  Jetzt? Genau so, wie die Krokusse im Frühling aus den Wiesen sprießen, soll es im März in mir sein, und zwar mit Antworten, die mich erhellen und stillen.

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Zum Abschluss der Saat, liegt noch eine Idee in meiner Hand. Ich würd so gern das bewusste Zaubern lernen, direkt und ohne pipifax. Das direkte Zaubern mit Gedanken, Worten und Taten, um lebendig zu machen, was keiner träumt.

Der Mond ist nun ein einzig Lächeln und freudvoll fühle ich in mir eine Gewissheit, dass man mich verstanden, erhört hat und mitspielt, so lang der Atem und so weit die Visionen eben reichen.