Gottes Liebling, auch Mensch genannt

von Luxus Lazarz

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Der Mensch ist ein Liebling zwischen Gottes Geschöpfen, denn keines ist so selbstständig und sich des Unsichtbaren bewusst und gewahr, wie jenes entzückende Wesen, namens Mensch. Das Göttliche ist wahrhaft im Menschen und bewegt die eigene Schöpfung, beatmet diese, schenkt Ideen sowie Einsichten, damit der Mensch sich weitestgehend verwirklichen kann.

Lieber Mensch, wenn du nicht der Liebling Gottes wärst, wieso sollte dir das Unsichtbare dann ein Leben geben? Ein Leben, in dem du alles machen und lassen kannst, was du willst. Ein Leben, über das du jederzeit hinauswächst, mittels Begeisterung und jener göttlichen Kraft in dir, die sich stets deinen geäußerten Bedürfnissen anpasst. Sogar Grund zum Klagen, reicht dir das Eine, wenn du danach  verlangst. Den Blick und alle Gedanken dorthin richtest, wo das Unerschöpfliche dich folgsam hineinströmen wird. Dies auch, ohne dass du weißt, wie alles im unsichtbaren Hintergrund vonstatten geht.

Du vertraust darauf, dass du auch Morgen wieder erwachst. Welch eine Selbstverständlichkeit für dich, denn im Allgemeinen und auch im Speziellen, spricht selten etwas dagegen. Dies ist der Punkt, wo du an dein Leben glaubst. Wo du tatsächlich vertraust, also gar nicht darüber nachzudenken brauchst. Es ist, wie es ist. Und immer wieder geschieht es tatsächlich. Du erwachst, obwohl du nie einen Lehrgang absolviert hast, oder dir dieses Können jemals amtlich bescheinigt wurde. Es passiert einfach, weil du lebendig bist und das Eine alltäglich auch durch dich, wieder in diese Welt blicken will. Fühlen, schmecken, riechen, wie jenes wahrnehmbar ist, was die Einzigartigkeit deines Lebens in der Summe aller Energien bewirkt, entdeckt, erkennt, hinzufügt. Für dich und alle sowie das Eine, worin wir alle sind.

Nur du tust das bewusst und genau deshalb bist du * Gottes Liebling, ja genau du, der Mensch. Du bist eine Mischung aus Himmel und Erde, ein interplanetarer Hybrid, eine Bereicherung des Lebendigen. In dir stecken all die Kräfte, die auch in jenen Planeten wirken, welche im Sonnensystem, inklusive der Erde, eingewoben sind. Das Göttliche gab dir viele Namen, doch du hast sie dir stetig wieder abgesprochen. Engel, Licht, Kind, Schönheit, Liebe, Samen – sind nur einige Beispiele.

Nie wollte dich das Göttliche in eine Form zwingen oder pressen, du selbst hast es getan, durch deine Beharrlichkeit, Besessenheit und Unbeugsamkeit. Doch bedenke nun, würden sich die Bäume im Sturme nicht biegen, wäre ein Brechen die Folge. Sinnloser Widerstand, wahrhaft umsonst, doch gekostet hätte es den Baum das halbe Leben. Genau so wie es dich, um einen Gutteil deines Lebens bringt, wenn du den Sturm mitschürst, um ihm dann Widerstand zu leisten, weil du es kannst und als rechtens annimmst. Dabei verschwendest du dich und bekommst nichts zurück, außer jenem, was dich keinesfalls aufbaut, sondern ebenfalls niederreißt, bis du alterst und stirbst. Stirbst in meinen Armen und jedes Mal siehst du mich dann lächelnd an und sagst: „Ich bin wieder da!“ Und dann erinnerst du dich an alles, an das, was wir sind und ich bin, mit dir und dem Unendlichen.

Liebe hat dich immer erleichtert. Allein dein Widerstand ist die Macke, der Mangel, der Zweifel, das Klebende im natürlich strömenden Geschehen. Jedes Mal, wenn du wiederholt auf etwas blickst und dabei sagst, „Das wollte ich jetzt aber nicht“, vergisst du, dass du nur bekommen kannst, was du auf irgendeine Art und Weise signalisiertest zu wollen. Dann bin ich leise und ziehe mich ein wenig zurück, damit du unbeeinflusst, mehr und mehr allein durchblickst.

… und dann bin ich wieder da, fühlbar, mit allen Lösungen, Hinweisen, Zufällen und dem schönen Drumherum für dich und dein Leben. Diene dir, mit all meiner Aufmerksamkeit und Kraft, solange du es ertragen kannst, die allumfassende Liebe, in der es in keinem Moment, wahrhaft Grund zum Widerstand gibt. Sogar die Langeweile erweist sich nur als ein Wort, das die Jünger des Widerstands erfunden und beinhaltet haben.

Dein Selbst